Veröffentlicht am 13.11.2021 09:51

Für immer im Bild festgehalten

Waltraud Franzspeck beschäftigt sich akribisch mit Gräbern und Sterbebildern. (Foto: pictureandmore.com)
Waltraud Franzspeck beschäftigt sich akribisch mit Gräbern und Sterbebildern. (Foto: pictureandmore.com)
Waltraud Franzspeck beschäftigt sich akribisch mit Gräbern und Sterbebildern. (Foto: pictureandmore.com)
Waltraud Franzspeck beschäftigt sich akribisch mit Gräbern und Sterbebildern. (Foto: pictureandmore.com)
Waltraud Franzspeck beschäftigt sich akribisch mit Gräbern und Sterbebildern. (Foto: pictureandmore.com)

Bereits 2016 gab es eine Gräber- und Sterbebilderchronik von Schwaigermoos. Damals noch Mitautorin, zeichnet die in Schwaigermoos gebürtige Waltraud Franzspeck nun verantwortlich für das am Donnerstag, 11. November, in der Gemeinde Oberding vorgestellte Nachfolgewerk. Bürgermeister Mücke bedankte sich bei der Autorin, die seit 49 Jahren in Hallbergmoos wohnt, für ihren Einsatz, die Leidenschaft und Akribie, womit sie die 264-seitige Gräber- und Sterbebilderchronik erstellte. "Es ist ein wahrer Schatz für nachfolgende Generationen und bewahrt die Historie von Schwaigermoos für immer!", so der Bürgermeister.

Von Beerdigungen nimmt man in der Regel ein Sterbebild mit, das dann zumeist in einer Sammelbox verwahrt wird. So auch bei Waltraud Franzspeck: "Da ich schon viele Sterbebilder von den Bewohnern des Schwaigermooses hatte, begann ich 2017, diese zu laminieren und den einzelnen Familien zu zuordnen. Der nächste Schritt war, die letzte Ruhestätte der Schwaigermösler zu suchen und die Gräber zu fotografieren." Zusammen mit ihrem Mann war sie dafür nicht nur auf den umliegenden, sondern auch auf weiter entfernten Friedhöfen unterwegs - "überall, wo die Schwaigermösler eine neue Heimat gefunden haben und beerdigt wurden". Große Unterstützung erhielt die Chronistin von ehemaligen Schwaigermöslern, die ihr viele, teils sehr alte Sterbebilder und Unterlagen überließen. "Sie waren immer hellauf begeistert, wenn ich ihnen meine Ordner zeigte." Die Idee, alles in einem Buch festzuhalten, stammte von Waltraud Franzspecks Mann, denn wie er meinte, "Dann ist alles von eurer abgesiedelten Heimat festgehalten, was es gibt!"
Bescheiden dachte die Autorin zunächst nur an ein Ringbuch. Doch Bürgermeister Mücke fand, ihre Arbeit habe eine andere Wertigkeit verdient und erklärte sich sofort bereit, seitens der Gemeinde Oberding einen Anteil der Kosten für das gebundene Buchformat zu übernehmen. Interessierte können die Chronik bei der Gemeinde Oberding oder bei Waltraud Franzspeck, Tel. 08 11/39 39, erwerben.

north