Unterwegs auf der MS Old Cinema

Turbulente Szenen, schicksalhafte Wendungen, Shanties, Seemannsgarn und Schlagseite: Zum 30. Geburtstag des alten kinos gibt es wieder ein Stück von und mit Autor und Kabarettist Alexander Liegl und dem gesamten Team aus der Ebersberger Kleinkunstbühne. Aufführungstermine der Jubiläumsproduktion "Das Boot – Schicksalsstunden der MS Old Cinema" sind Donnerstag bis Samstag, 6. bis 8. Oktober. Am Samstag, 8. Oktober, schließt sich an die Aufführung eine Geburtstagsfeier an, diese ist ab 22 Uhr bei freiem Eintritt für jeden offen. Beim Captain ́s Dinner nimmt alles seinen Anfang. Während sich der Kapitän darauf vorbereitet, ausgewählten Gästen die Gelegenheit zu geben, ihn bei einem festlichen Essen auf der MS Old Cinema kennen zu lernen, kommen irritierende Nachrichten aus dem Funkraum. Die Animateurin versucht, alle bei Laune zu halten, als die Heizer aus dem Maschinenraum ausbrechen und dann auch noch die greisen Vorstände dazwischenfunken. Und was haben die Sittiche dazwischen verloren? Absurde Komik: Alle fünf Jahre präsentiert der Verein zu den runden Jubiläen eine Eigenproduktion. Die Titel der vergangenen Jahre konnten bisher durchaus direkt verstanden werden: Das Team fühlt sich als "Die Familie" und "Mittelpunkt der Welt". Hervorgegangen ist der Verein aus der vieldekorierten Kabarettgruppe "Valtorta", die 1995 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde, sich dem absurden Theater im dadaistischen Stil verschrieben hatte und nach der in Ebersberg die Gasse neben dem Rathaus benannt ist.
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Im Tafelladen an der Möschenfelder Straße in Vaterstetten (v.l.): Franz Pfluger, 1. Vorsitzender des nbh-Vorstands, Klaus Korneder, Monika Klinger, Leonhard Spitzauer, nbh-Geschäftsführer Oliver Westphalen.  (Foto: Nachbarschaftshilfe)

Tafeln sind bundesweit am Limit

Bundesweit sind die Tafeln am Limit: Immer mehr von Armut Betroffene bitten um Unterstützung. Die Lebensmittelspenden decken nicht mehr den Bedarf. Bei einem Ortstermin im Laden der Tafel Vaterstetten·Grasbrunn in Trägerschaft der lokalen Nachbarschaftshilfe (nbh) machten sich die 1. Bürgermeister der Gemeinden ein aktuelles Bild der Lage. Am Tag vor der wöchentlichen Ausgabe sind die Regale dort tatsächlich nahezu leer „und können wohl auch mit den aktuell vorhandenen Lebensmittelspenden nicht mehr so befüllt werden, dass alle Tafel-Gäste und ihre Familien ausreichend versorgt sind. Die Zuteilungen werden kleiner. Wir müssen rationieren“, sagt Monika Klinger. Sie ist als nbh-Ressortleiterin Dienste verantwortlich für die Organisation des Tafelladens. Daher ihr Aufrufan alle: „Bitte unterstützen Sie die Tafel, gern auch aus ihren eigenen Vorräten. Haltbare Lebensmittel wie Konserven, Öle, Kaffee oder Tees sind herzlich willkommen. Auch jede Geldspende hilft!“ Ihrem Appell schließen sich die Bürgermeister an. Klaus Korneder aus Grasbrunn erklärt angesichts der Leere im Laden: „Preiserhöhungen bei Energie und Lebensmitteln sind für uns alle deutlich zu spüren und können Verunsicherung auslösen, wie es wohl weitergehen wird. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es immer mehr Menschen gibt, die jetzt schon dringend Unterstützung benötigen. Für viele von uns ist es machbar, eine Packung Mehl oder Nudeln mehr zu kaufen und an die Tafel zu spenden. Jede dieser Spenden ist eine unmittelbare Hilfe genau dort, wo sie gebraucht wird.“ Seine Verwaltung unterstützt den Tafel-Gedanken schon mit einer fixen Sammelstation im Foyer des Rathauses in Neukeferloh und in der Grasbrunner Gemeindebücherei. Von dort kommen regelmäßig Spenden-Portionen für die lokale Tafel.
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