Unter der Leitung von Sabine Bock (Zentrum der Familie) und Sophia Fischer (Tageselternzentrum Freising) und auf Initiative engagierter Frauen wie Sozialreferentin Charlotte Reitsam, Carolin Adldinger und Silvia Bergmann nutzten zahlreiche Einrichtungen und Anlaufstellen der Kinderbetreuung in Freising die Gelegenheit, sich bei einer gemeinsamen Infoveranstaltung vorzustellen. Vertreten waren neben städtischen und freien Kinderkrippen, Kindergärten und Horten auch Angebote der Mittagsbetreuung, der offenen und gebundenen Ganztagsbetreuung, die Kindertagespflege sowie verschiedene unterstützende Einrichtungen für Familien.
Besonders gefragt waren bei den Eltern konkrete Orientierungshilfen. Viele beschäftigte etwa die Frage nach den Unterschieden zwischen Hort und Ganztagsklasse sowie zwischen offener und gebundener Ganztagsbetreuung. Antworten darauf fanden sie unter anderem bei Cornelia Dasch und Waldemar Schneider von der Stadt Freising, die am Infotisch der Stadt zahlreiche Gespräche führte. Auch der Blick nach vorn spielte eine Rolle: Mit dem ab September 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung besteht nämlich bei vielen Familien bereits jetzt ein erhöhter Informationsbedarf.
Der Nachmittag zeigte auch, dass Kinderbetreuung in Freising weit mehr umfasst als die klassischen Angebote. Das Interesse an weniger bekannten, aber pädagogisch wertvollen Betreuungsformen war groß. Auch das Konzept der Betreuung durch Tageseltern war im Blick der Mütter und Väter. „Vielen Eltern sind die Rahmenbedingungen der Betreuung durch eine Tagesmutter noch nicht ganz klar“, stellte die Leiterin des Tageselternzentrums, Sophia Fischer fest. Am Infostand gab es umfassende Antworten auf die Fragen zum Vermittlungsprozess.
Großes Interesse weckte auch das Wunschoma- und Wunschopa-Projekt des Vereins MenschSein, das sich an Familien richtet, die keine Großeltern vor Ort haben oder zusätzliche Unterstützung im Alltag benötigen. Engagierte Erwachsene übernehmen dabei Aufgaben wie das Abholen vom Kindergarten oder sie schenken Zeit, hören zu, sind einfach da. Gerade zugezogene Familien und berufstätige Eltern erhielten mit diesem Angebot eine neue Perspektive.
Neben der Information für Familien spielte auch die Vernetzung eine wichtige Rolle. Die ausstellenden Einrichtungen nutzten die Gelegenheit zum Austausch und lobten den Netzwerkcharakter der Veranstaltung. Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen kamen miteinander ins Gespräch und knüpften neue Kontakte – ein Gewinn für die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung vor Ort.
Die positive Resonanz von Eltern wie Beteiligten macht deutlich: Das gebündelte Informationsangebot trifft einen echten Bedarf. Die Infobörse erwies sich damit als hilfreicher Wegweiser für Familien, als Raum für Austausch von Bedarf und Bedürfnissen und als wichtiger Treffpunkt für alle, die Kinderbetreuung in Freising gemeinsam gestalten. Und so waren sich die Organisatorinnen einige: eine Wiederholung muss sein.