Während in anderen Kliniken noch um den Verbleib der Hebammen gerungen wird, ist dies am Klinikum Freising kein Thema mehr. Stattdessen arbeitet man an der Zukunft des Berufs und bildet nun zwei Studentinnen der Hochschule Landshut für die Praxis aus.
Das Hebammenstudium ist heute ein duales Bachelorstudium (B.Sc.), das wissenschaftliche Lehre an Hochschulen mit umfangreichen Praxisphasen in Kliniken und außerklinischen Einrichtungen kombiniert.Studierende lernen sowohl die praktischen Grundlagen des Berufs als auch medizinische Inhalte wie Anatomie, Physiologie, Pathologie und Embryologie. Weitere Themen sind Gesundheitsförderung, Prävention, Frauen- und Kinderheilkunde, Geburtsvorbereitung, Gesprächsführung sowie rechtliche und politische Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens. Auch Forschung im Hebammenbereich und ethische Fragen werden behandelt.
Im Rahmen der Kooperation mit der Hochschule Landshut starten nun mit Jaqueline Hoffmann und Luna Wendel erstmals zwei angehende Hebammen ihre praktische Ausbildung im Klinikum Freising. Sie wurden herzlich von Dr. Dario Vincenti, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, sowie den Hebammen unter der Leitung von Paula Lohrenz empfangen. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Landshut und Freising angenommen wurden, denn es gab über 500 Bewerberinnen für nur 13 Studienplätze”, berichten die Studentinnen.
Während ihres ersten, zweimonatigen Praxis-Blocks in Freising sind sie im Kreißsaal, auf der Geburtsstation und in der Gynäkologie eingesetzt, bevor dann das nächste Studiensemester in Landshut beginnt. Betreut und ausgebildet werden sie dabei von Susanne Wetzel, Ausbildungskoordinatorin und Praxisanleiterin am Klinikum Freising, sowie von den vier Praxisanleiterinnen Rita Brändle, Andrea Reiner, Julia Quindt und Lena Graf.