Schon seit 2002 ist Martin Bayerstorfer Landrat des Landkreises Erding. Bald wird der CSU-Politiker in seine fünfte Amtszeit gehen. Bei der Wahl am 8. März votierten 56,5 Prozent der Wahlberechtigten für Bayerstorfer. Der Hohenpoldinger siegte damit klar vor Rainer Mehringer (FW, 25,3 Prozent) und Christina Treffler (ÖDP, 18,2 Prozent). Die Wahlbeteiligung bei der Landratswahl lag bei 66,7 Prozent.
Ebenfalls wiedergewählt worden ist Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU), der 51,7 Prozent der Stimmen erhielt. Eine Stichwahl bleibt Gotz damit knapp erspart. Er profitierte davon, dass kein anderer Kandidat einen höheren Stimmenanteil auf sich vereinen konnte. Petra Bauernfeind (FW) schaffte 16,7 Prozent, für Leon Kozica (SPD) votierten 14,1 Prozent der Wahlberechtigten. Es folgen Gerhard Heilmeier (Erding Jetzt, 9,0 Prozent) und Alexander Beil (AfD, 8,5 Prozent).
Im Erdinger Stadtrat bleibt die CSU stärkste Kraft: 35,7 Prozent stimmten für die Unionspartei, die 15 Vertreter in den Stadtrat entsenden darf. Es folgen die Freie Wähler (13,3 Prozent) vor Erding Jetzt (11,3 Prozent), die jeweils fünf Sitze erhalten. Grüne (11,0 Prozent), AfD (10,8 Prozent) und SPD (9,4 Prozent) stehen jeweils vier Sitze zu. Außerdem werden ÖPD, FDP und Die Linke mit jeweils einem Sitz im Erdinger Stadtrat vertreten sein.
Besonders knapp war es bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Dorfen: Hier erhielt der gemeinsame Kandidat von ÜWG, LDW, SPD und Grüne, Claudius Siebert, 49,3 Prozent und landete damit im ersten Wahlgang vor dem Amtsinhaber Heinz Grundner (CSU), der 42,2 Prozent der gültigen Stimmen bekam. 8,4 Prozent der Stimmen entfielen auf die AfD-Kandidatin Manuela Schulz. Zwischen Newcomer Siebert und Grundner, der seit 18 Jahren Chef im Rathaus Dorfen ist, steht nun am Sonntag, 22. März, eine Stichwahl an. Auch in Bockhorn und Finsing wird es Stichwahlen um das Amt des Bürgermeisters geben.
Im neuen Dorfener Stadtrat werden insgesamt zehn Listen vertreten sein. Stärkste Kraft ist die CSU (24,4 Prozent) vor der ÜWG (15,4 Prozent) und den Grünen (13,5 Prozent). Auch AfD und SPD sind im Stadtrat präsent, ebenso wie LDW (Landliste Dorfen West), TEG (Gemeindewahl Tegernbach), Gemeinwohl Schwindkirchen, EWG (Eibacher Wählergemeinschaft) und die Linke.
Nur zwei Kandidaten traten bei der Bürgermeister in Taufkirchen/Vils an: Hierbei siegte der amtierende Erste Bürgermeister, Stefan Haberl (CSU), mit 59,6 Prozent gegen Bernd Friedrich (SPD), der 40,4 Prozent der Stimmen erhielt. Haberl geht damit in seine zweite Amtszeit.
Recht bunt zeigt sich der Taufkirchner Gemeinderat: Der CSU stehen als stärkster Kraft (26,8 Prozent) sechs Sitze zu, Freie Wähler (16,5 Prozent), SPD (15,7 Prozent) und AfD (15,0 Prozent) je vier Sitze. Außerdem vertreten sind EiMo (Einigkeit Moosen, drei Sitze), WGW (Wahlgemeinschaft Gebensbach-Wambach, zwei Sitze) und WHK (Wählergemeinschaft Hofkirchen-Kienraching, ein Sitz).