Die sportlich enttäuschende Saison der Profis des TSV 1860 München, die mit Aufstiegsambitionen in die Spielzeit 2025/2026 der 3. Liga gestartet waren, hat rückblickend dennoch einige Lichtblicke zu bieten. Unter Markus Kauczinski, der im Oktober 2025 den Profikader als verantwortlicher Trainer übernahm, debütierten zahlreiche vielversprechende Nachwuchstalente.
Der TSV 1860 München dürfte heuer die meisten Einsatzzeiten aller Drittligisten für U23-Spieler verzeichnen. Zur Erinnerung: In der 3. Liga müssen pro Spieltag mindestens vier Spieler im 18-Mann-Kader stehen, die zu Saisonbeginn das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Bürger eines EU-Mitgliedsstaates oder eines Landes mit Assoziierungsabkommen sind. Bei den Münchner Löwen standen entsprechende Akteure nicht nur im Spieltagskader, sondern kamen auch regelmäßig zum Einsatz.
Neben dem bereits etablierten 20-jährigen Sean Dulic (22 Spiele), schnupperten vor dem letzten Spieltag der 19-jährige Lasse Faßmann (7 Spiele), der 18-jährige Loris Husic (5 Spiele), der 20-jährige Samuel Althaus (8 Spiele), der 21-jährige Noah Klose (1 Spiel), der 23-jährige Damjan Dordan (12 Spiele), der 19-jährige Clemens Lippmann (24 Spiele) und der 20-jährige Xaver Kiefersauer (2 Spiele) Profiluft. Entsprechend hoch dürfte diesmal die Ausschüttung aus dem sogenannten „Nachwuchsfördertopf 3. Liga“ für die Giesinger ausfallen.
Das Geld wird nach festen Kriterien an 18 der 20 Vereine ausgeschüttet. Keine Mittel erhalten der VfB Stuttgart II und die TSG Hoffenheim II, denn zweite Mannschaften sind von der Fördermaßnahme ausgeschlossen. In der Statistik der „Eigengewächse“ – dabei handelt es sich um Spieler, die in einer der klubeigenen Nachwuchsmannschaften (mindestens U17-Junioren) aktiv waren – steht der TSV 1860 München hinter den U23-Mannschaften der Bundesligisten TSG Hoffenheim und VfB Stuttgart auf Platz 3. Damit ist er unter den ersten Mannschaften der 3. Liga mit Abstand führend.
In der kommenden Spielzeit sollen die Nachwuchskräfte nach dem Willen der sportlich Verantwortlichen noch mehr Verantwortung übernehmen. Der international erfahrene Routinier Kevin Volland (33) brachte es im „Hacker-Pschorr-Fantalk“ nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt auf den Punkt: „Ich würde mir wünschen, dass wir nächste Saison ein paar mehr Soldaten in der Mannschaft haben, die auf dem Platz marschieren und sich an Pläne des Trainers halten.“ Auch die Spielweise soll sich dann ändern: „Wir möchten erfrischenderen Fußball spielen. Diese Saison haben wir oft sehr passiv und abwartend gespielt.“ (as) (Quellen: transfermarkt.de, Hacker-Pschorr-Fantalk)