Veröffentlicht am 12.03.2026 12:49

Amt für Jugend und Familie wird neu aufgestellt

Nadine Waschulzik hat die Leitung der Abteilung Jugend und Familie übernommen. (Foto: LRA Freising)
Nadine Waschulzik hat die Leitung der Abteilung Jugend und Familie übernommen. (Foto: LRA Freising)
Nadine Waschulzik hat die Leitung der Abteilung Jugend und Familie übernommen. (Foto: LRA Freising)
Nadine Waschulzik hat die Leitung der Abteilung Jugend und Familie übernommen. (Foto: LRA Freising)
Nadine Waschulzik hat die Leitung der Abteilung Jugend und Familie übernommen. (Foto: LRA Freising)

Das Amt für Jugend und Familie Freising stellt sich neu auf. Auf der Grundlage der Ergebnisse einer Organisationsuntersuchung werden die Arbeitsabläufe in einigen Fachbereichen optimiert. Wichtigstes Ziel: Die Familien und jungen Menschen sollen innerhalb der Behörde einen festen fachlichen Ansprechpartner haben, „möglichst für den gesamten Prozess, den sie mit uns gehen“, betont die Leiterin des Jugendamts, Nadine Waschulzik. Und: Nach einer Zeit großer Fluktuation ist auch die Führungsebene innerhalb der Abteilung 5 im Landratsamt Freising ab April wieder komplett besetzt.
Am 15. Dezember 2025 hat Nadine Waschulzik die Leitung der Abteilung Jugend und Familie übernommen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der LMU in München und an der Universität Bergen, Norwegen, legte sie 2021 die Erste juristische Staatsprüfung ab. Anschließend absolvierte sie das Referendariat in Landshut, ehe sie nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen bei der Regierung von Oberbayern im Bereich Immissionsschutz tätig war. Am Landratsamt Freising ist die Juristin für das Jugendamt zuständig – und hat vom ersten Tag an intensiv an der Umsetzung der neuen Strukturen gearbeitet.
Nach den erforderlichen Beschlüssen der Kreisgremien beauftragte die Verwaltung das Institut für Sozialplanung und Organisationsentwicklung(INSO e.V.) mit einer Organisationsuntersuchung. Nach zahlreichen Workshops und Gesprächen mit allen Führungs- und Fachkräften sowie unter Berücksichtigung der ermittelten Fallzahlen präsentierte der verantwortliche Projektleiter der Firma INSO e.V., Marco Szlapka, bereits im November 2025 die Ergebnisse und notwendigen Veränderungen. Diese sind im Wesentlichen: Strukturen im Jugendamt vereinfachen, Verantwortungen konzentrieren, Reibungsverluste an den Schnittstellen reduzieren und für die jungen Menschen und ihre Familien die Vorteile der bezirksbezogenen Jugendsozialarbeit nutzen.

Fachliche Zusammenarbeit verbessert

Die Jugendarbeit sei in den vergangenen Jahren immer mehr spezialisiert worden, „weil es immer mehr Fachbereiche gibt“, so die Analyse von Marco Szlapka, der schon eine Vielzahl von Jugendämtern begleitet hat. „Das hat aber auch zu immer mehr Problemen an den Schnittstellen und so zu Reibungsverlusten geführt.“ Deshalb wird im Freisinger Jugendamt die organisatorische Trennung zwischen fachlicher und verwaltungsrechtlicher Betrachtung aufgehoben. So sollen künftig die Fach- und Verwaltungskolleginnen und -kollegen nicht mehr getrennt in unterschiedlichen Sachgebieten sitzen, sondern gemeinsam fallbezogen arbeiten.
„Die von uns betreuten Familien sollen künftig nach Möglichkeit wieder eine zentrale Ansprechperson haben, die pädagogisch und wirtschaftlich verantwortlich ist. Das ist der Kern unserer Neustrukturierung“, sagt Landrat Helmut Petz. Dazu beitragen soll auch die gemeindebezogene Bezirkssozialarbeit. Jede Fachkraft hat ihren Bereich im Landkreis, für den sie zuständig ist. „Sie kennt dann auch ihr Klientel und ihre Ansprechpartner.“ Umgekehrt haben so auch die Vertreter der freien Träger und staatliche Dienststellen stets die gleiche Anlaufstelle im Landratsamt.
„Jugendsozialarbeit ist eine besonders herausfordernde Arbeit, auch menschlich“, sagt Petz. Seit vielen Jahren sei im Bereich der sozialen Dienste eine hohe Fluktuation sowohl auf der Führungsebene als auch in der Mitarbeiterschaft zu verzeichnen gewesen. „Auf der Grundlage unserer organisatorischen Verbesserungen und einer vollständig besetzten, hoch motivierten Führungsmannschaft mit einer zusätzlichen Führungsebene sind nun die Rahmenbedingungen für eine gute Zukunft im Jugendamt geschaffen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch das Team rasch vervollständigen und auf diesen neuen ‚Spirit‘ einstimmen können“, so der Landrat.

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