Seit Montag kann man in der in der Galerie am Lindenkeller die Ausstellung „Petals of eternity“ sehen. Luzia Ortlieb und Blanka Papp-Erdei sind zwei florale Gestalterinnen, beide studieren an der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst in Weihenstephan. Sie zeigen „florale Gestaltung“ völlig neu.
Schmuck aus vergoldetem Edelmetall mit in Harz gefassten Naturmaterialien und Blüten zeigt Papp-Erdei. Bei Ortlieb ist es vor allem organisch geformter Kopfschmuck für moderne Bräute, auch sie kombiniert ihre Metall-Entwürfe mit Stiefmütterchen, Farnen und den violetten und hellrosa Blüten des Silberblatts. Die Zartheit der Blüten bleibt bei beiden sichtbar, während ihre Vergänglichkeit in eine beständige, handwerklich präzise ausgearbeitete Form übertragen wird.
Beide Frauen haben zunächst eine Lehre als Floristin gemacht, „danach hätte es die Möglichkeit gegeben, den Meisterbrief zu erlangen oder eben auf die Fachschule zu gehen und dort einen Bachelor zu machen“, erläutert Ortlieb. Im Rahmen einer Projektarbeit lautet das Thema „florale Kunst“ – also Design mit Elementen der Natur. „Wenn wir mit dem Studium fertig sind, gestalten wir Blumenkunst, das kann für Trauerfeiern ebenso sein wie für Hochzeiten, Geburtstage oder im Bereich von Design und Werbung“, sagt Papp-Erdei. Von ihren Dozenten wurden sie angesprochen, ob sie nicht einige ihrer Werke ausstellen wollen – und da bot sich einfach die kleine, aber äußerst kreative Galerie am Lindenkeller von Tobias Mayerhofer an. Bis zum 7. Juni kann man die Werke der beiden floralen Künstlerinnen Tag und Nacht in der gläsernen Galerie betrachten.
Die Ausstellung steht unter dem Motto „Petals of eternity“ – Blütenblätter der Ewigkeit. Sie lädt dazu ein, zeitgenössische, florale Gestaltung neu zu entdecken: organische Formen, fragile Naturmaterialien und leise Spuren der Erinnerung verschmelzen zu einer sinnlichen Bildsprache, die klar in der Gestaltung ist. Die Werke von Luzia Ortlieb und Blanka Papp-Erdei verbindet ein sensibles Verständnis von Vergänglichkeit und ist der Versuch, flüchtige botanische Momente in eine dauerhafte, persönliche Form zu überführen.
Am Samstag, 23. Mai, um 15 Uhr spricht Jens Gramberg-Madel, künstlerischer Leiter der Fachschule für Blumenkunst, eine Einführung zur Ausstellung.