Das Wirtshaus im Eberwald

Isabella Speckmaier und Christa Hermannsgabner gehören zu den Laien-Darstellern, die in diesem Jahr bei den Weiherspielen mitwirken. (Foto: Walter Daschner)
Isabella Speckmaier und Christa Hermannsgabner gehören zu den Laien-Darstellern, die in diesem Jahr bei den Weiherspielen mitwirken. (Foto: Walter Daschner)

Das erste Mal seit drei Jahren finden in Markt Schwaben dieses Jahr wieder die Weiherspiele statt: Schwimmende Bühnen auf dem örtlichen Kirchweiher werden mit reichen Kulissen versehen und von einem erfahrenen Ensemble lebhaft bespielt. Mancher mag bereits am diesjährigen Titel erahnen, auf welchem Klassiker das Stück beruht. Die Erzählung "Das Wirtshaus im Spessart" von Wilhelm Hauff erreichte spätestens nach der erfolgreichen Verfilmung mit Lieselotte Pulver im Jahr 1958 einen Kultcharakter, der bis heute anhält. Mit "Das Wirtshaus im Eberwald" verpasst der Theaterverein der Räuberkomödie nun einen neuen Anstrich. "Unsere Geschichte spielt nicht im Spessart, sondern in einem Wald irgendwo in Oberbayern Ende des 19. Jahrhunderts", erzählt Ferdinand Maurer, der seit 2018 bei den Weiherspielen nicht nur Regie führt und dramaturgische Arbeit leistet, sondern auch die Textbücher selbst verfasst hat. Wie bereits bei seiner Adaption des "Brandner Kaspar" oder der Komödienfassung von Shakespeares "Sommernachtstraum" möchte Maurer eine bekannte Erzählung mit einer ausgeprägten eigenen Note versehen auf die Bühne bringen: "Wir bleiben unserem Konzept treu und möchten an die Erfolge der Jahre 2018 und 2019 anknüpfen!" Neben Maurer sind auch der erste Vereinsvorstand Franz Stetter, Bühnenplaner Michael Siegert sowie Christa Hermannsgabner wieder an der Organisation der Spiele beteiligt; der Verein greift damit auf bewährte Strukturen zurück. Neben viel Humor, überraschenden Einlagen und eigens in einem Ebersberger Tonstudio produzierten Songs verspricht das Stück nicht zuletzt eine spannende Handlung: Eine Räuberbande hat die Tochter des Grafen von Keilerberg sowie ihre Begleiter entführt und verlangt 20.000 Mark Lösegeld. In einem Wirtshaus tauscht sie jedoch mit Felix, einem Goldschmied, die Kleider und flieht. Zu Hause angekommen bittet sie ihren Vater um Auslösung ihres Retters, der nun an Ihrer statt im Räuberlager sitzt, wofür der geizige Graf jedoch nicht aufkommen will. Kurzerhand startet sie selbst einen Rettungsversuch, noch immer verkleidet als Goldschmied.
Zwischen 1. und 30. Juli wird es insgesamt 15 Aufführungen geben. Beginn ist jeweils um 20.15 Uhr, der Einlass erfolgt ab 18.00 Uhr. Das Stück dauert etwa 2 Stunden, es wird keine Pause gemacht. Der Vorverkauf hat bereits begonnnen. Tickets gibt es wie gewohnt unter www.theater-marktschwaben.de im Internet, jeden Mittwoch und Freitag zwischen 16 und 18 Uhr im Markt Schwabener Vorverkaufsbüro am Schlossplatz 1 sowie zu den angegebenen Zeiten telefonisch unter 08121 22 4 22. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 31 Euro, an der Abendkasse kosten die Tickets (sofern noch vorhanden) 33 Euro.