Dass das nicht ganz in Ordnung war, schien ihnen bewusst zu sein: Am Donnerstag, 1. April, wurde eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Neufahrn gegen 17.20 Uhr auf zwei Jugendliche aufmerksam, die auf einem Baugrundstück versuchten, einen zunächst unbekannten Gegenstand anzuzünden. Nachdem sie die Polizei bemerkt hatten, flüchteten sie.
Die beiden Jungen hatten zu diesem Zeitpunkt offenbar versucht, den scheinbar selbstgebauten Sprengkörper zu zünden. Da nicht auszuschließen war, dass von dem Selbstlaborat erhebliche Gefahr für Leib oder Leben Dritter ausgehen kann, wurde die Technische Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts hinzugezogen. Der Sprengkörper wurde schließlich von den Spezialisten nach eingehender Begutachtung durch kontrollierte Sprengung unschädlich gemacht.
Wie die Ermittlungen zeigten, hätte der hergestellte Sprengkörper bei einer Explosion die Wirkung von bis zu 100 Gramm TNT erzielen können und wäre bei einem Wirkungsradius von bis zu fünf Metern schlimmstenfalls tödlich verlaufen.