Die Wallfahrt zum Hl. Sebastian gibt es seit 933. Die Jesuitengasse war durch die Jahrhunderte ein wichtiger Zugangsweg für die Pilger zur Kirche.  (Foto: sd)

Weißt noch, damals?

Geschichten in und um Ebersberg gibt es viele. Unterhaltsame, witzige, skurrile, aber auch dunkle Kapitel. In der schnelllebigen Gegenwart gerät allerdings vieles schnell in Vergessenheit. Damit dies nicht passiert und auch die Nachwelt erfahren kann, wie "es früher mal war", wurde von der Volkshochschule Grafing-Ebersberg und der Stadt Ebersberg das Hörpfad-Projekt "Auf Spurensuche in Ebersberg" ins Leben gerufen. Derzeit gibt es 22 spannende Geschichten aus und über Ebersberg - an weiteren im Landkreis wird derzeit gearbeitet. Unter der Regie der vhs sind einzigartige Porträts über Orte und Menschen der Kreisstadt entstanden. Alte Legenden wurden erforscht und neue Erkenntnisse über mehr oder wenige bekannte Ecken der Stadt gesammelt. Es wurde etwa der Frage nachgegangen, wie die Ebersberger Alm zu ihrem Namen kam oder wie der Spielmannszug den Namen Ebersberg dereinst in die Welt getragen hat. Von Isidor Perstorfer, Markus Lugmayr, Kurt Kronschnabl und Hans Oberberger erfährt man etwas über den "Geisterchor" der verstorbenen Benediktinermönche und Ebersberg-Kenner Walter Brilmayer verrät, was es mit der "Bürgermoasterin der Seestadt" auf sich hatte - die legendäre "Glonner Mare", die über 50 Jahre ein kleines Kiosk am Klostersee betrieb. Der unscheinbare Weiher hatte übrigens eine richtig explosive Vergangenheit. Zum Kriegsende 1945 versenkten versprengte Wehrmachtsangehörige und gesinnungstreue Ebersberger Waffen, scharfe Munition und Beweise nationalsozialistischer Gesinnung im Klostersee. Erst 20 Jahre später, Mitte der 1960er-Jahre wurde der Schlamm des Klostersees von den Hinterlassenschaften des Krieges gereinigt. Auch hierüber berichtet ein Hörpfad im Zusammenhang mit der Geschichte der "Seestadtkinder".
> Weiter lesen