Am Sonntagmorgen, 2. Januar, kontrollierten Bundespolizisten den Flug aus Antalya, mittags den Flug aus Izmir zum einen grenzpolizeilich, zum zweiten hinsichtlich der Vorgaben des Gesundheitsschutzes. Als die Grenzpolizisten am Morgen einem 21-jährigen Oberpfälzer die mittlerweile üblichen Fragen zu den Nachweisen hinsichtlich des Pandemieschutzes stellten, zögerte dieser auch nicht lange und zeigte den Beamten sein Impfbuch. Darin zwei Biontech-Sticker mit entsprechenden Stempeln und Unterschriften eines Impfzentrums in Krefeld, datiert auf Oktober und November 2021. Auf den ersten Blick also alles in Ordnung.
Auf den zweiten allerdings ganz und gar nicht. Als die Bundespolizisten die Sticker überprüften, blieb das Ergebnis aus. Auch die nachfolgenden Recherchen beim zuständigen Gesundheitsamt und auch beim RKI liefen ins Leere. Ähnliches sollte sich mittags abspielen, als die Beamten einer 36-jährigen Allgäuerin bei deren Ankunft aus Izmir ebenfalls die entsprechenden Fragen stellten. Die gebürtige Türkin wollte sogar schon dreimal geimpft sein, "eigentlich" und "irgendwann", wie sie den Beamten auf Nachfrage erklärte. Allerdings blieb auch bei dieser Prüfung ihrer Impfdaten das erwartete Ergebnis aus.
Die Beamten am Flughafen zeigten die beiden Deutschen schließlich wegen des Verdachts der Urkundenfälschung an, bevor die vermutlichen Impfbetrüger ihre Heimfahrten antreten durften. Ihre gefälschten Impfpässe jedoch mussten sie bei der Bundespolizei am Airport zurücklassen.