Die 56. Auflage von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ fand unter ungewöhnlichen Rahmenbedingungen statt: Erstmals wurde Deutschlands beliebtester Nachwuchswettbewerb aufgrund der Corona-Pandemie virtuell durchgeführt. Das gilt auch für den Regionalwettbewerb München-Nord, der bereits zum 19. Mal vom Münchner Airport ausgerichtet wurde.
Die Nachwuchsforscher präsentierten ihre Ideen aus dem „Homeoffice“ über eine Online-Plattform von Jugend forscht. Auch die insgesamt 23 Juroren, die die Vorschläge begutachtet und prämiert haben, führten die Feedbackgespräche mit den Teilnehmern ebenso wie ihre Bewertungsrunden per Videokonferenz.
Die Flughafen München GmbH (FMG) engagiert sich nun seit knapp zwei Jahrzehnten als Pate des Wettbewerbs für die gezielte Förderung von jugendlichem Erfindergeist in der Flughafenregion.
51 junge Forscher aus 13 Schulen stellten trotz erschwerter Rahmenbedingungen am 2. und 3. März insgesamt 30 Arbeiten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik sowie Geo- und Raumwissenschaften vor.
Aufgrund der Kontaktbeschränkungen wurden dieses Mal mehr Einzelprojekte als Gruppenarbeiten realisiert. Das Motto lautete „Lass Zukunft da!“.
Zwei junge Forscherinnen setzten sich mit der Corona-Pandemie auseinander und gewannen in der Kategorie Arbeitswelt den ersten Preis: Die Johanna Leonhard (13) und Milena Starovoitova (14, beide Gymnasium Ismaning) bauten einen Abstandsmesser für Kita-Kinder, die die Entfernung noch nicht schätzen können. Mithilfe eines Mikrocontrollers und eines Ultraschallsensors wird der Mindestabstand von 1,5 Metern permanent gemessen. Wird er unterschritten, warnt ein akustisches Signal vor zu viel Nähe.
Ein gutes Beispiel für innovatives Denken im Bereich Umweltschutz kommt von den Siegern im Wettbewerb Technik (Schüler experimentieren): Die beiden 12-Jährigen Leon Leitner und Levin Yanik Beyerlein (Luitpold Gymnasium, München) haben zur Ermittlung der Wasser-Qualität ein spezielles Boot konstruiert: Mit ihrem aus Glasfaser gebauten, ferngesteuerten Wasserfahrzeug „Aquabot 2.0“ können sie die Wasserqualität online messen. Zwei Sensoren an Bord analysieren den Sauerstoffgehalt und den ph-Wert des Wassers und übermitteln die Daten live an einen Laptop am Ufer.
Der virtuelle Landeswettbewerb für „Jugend forscht“ findet vom 24. bis 26. März bzw. von „Schüler experimentieren“ am 16. April statt.