Bild
Veröffentlicht am 24.08.2026 15:51

Irres Torspektakel in der Kreisliga

Münchner Kreisliga: 2026/2027 im Champions-League-Modus.  (Foto: A. Wild)
Münchner Kreisliga: 2026/2027 im Champions-League-Modus. (Foto: A. Wild)
Münchner Kreisliga: 2026/2027 im Champions-League-Modus. (Foto: A. Wild)
Münchner Kreisliga: 2026/2027 im Champions-League-Modus. (Foto: A. Wild)
Münchner Kreisliga: 2026/2027 im Champions-League-Modus. (Foto: A. Wild)

Die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München ist mit einem 6:4-Auswärtserfolg beim TSV Poing erfolgreich und torreich in die neue Kreisliga-Saison 2026/2027 gestartet, die heuer ausnahmsweise im Champions-League-Modus ausgetragen wird. Vor 250 Zuschauern im Sportzentrum Poing bewiesen die Löwen trotz mehrerer Rückschläge mentale Widerstandskraft und Offensivstärke.

Nach einem frühen Eigentor der Gastgeber (3. Min.), bei dem Torhüter Krystian Antelmann sich den Ball nach einer scharfe Flanke beim Abwehrversuch selbst ins Netz befördert hatte, glich Poing kurz darauf aus. Spielertrainer Stefan de Prato, der mit dem VfR Garching in der Saison 2017/2018 noch gegen die erste Mannschaft der Löwen in der Regionalliga Bayern gespielt hatte, kam nach einer abgewehrten Ecke zum Abschluss und setzte den Ball zum 1:1 ins Tor der Giesinger (6. Min.). Am Ende einer schnell gespielten Kombination über mehrere Stationen brachten die Gäste Jusef Tohmaz in Abschlussposition, der routiniert zum 1:2 vollstreckte (34. Min.). Felix Rothe erhöhte mit einem wuchtigen Schuss im Strafraum auf 1:3 (45. Min.+2) – doch wieder schlugen die Blau-Gelben aus dem Landkreis Poing postwendend zurück. Denis Marevci nutzte einen Ballverlust der Gäste im eigenen Schlussdrittel und verkürzte auf 2:3 (45. Min.+3).

Nach dem Seitenwechsel blieben die Löwen spielbestimmend, doch der Torjubel war zunächst erneut bei den Poingern zu hören. Sandro Siebert packte einen Hammer aus 35 Metern zum 3:3 aus, bei dem es für keinen Torwart der Welt etwas nichts zu halten gegeben hätte (71. Min.). Diesmal folgte die Antwort der Amateur-Löwen auf dem Fuß. Nach einem Eckball von Tohmaz traf der aufgerückte Innenverteidiger Jens Förtsch zum 3:4 (73. Min.). Vier Minuten später schien die Vorentscheidung gefallen, als nach einem schnell vorgetragenen Konter der eingewechselte Joel Deiga das 3:5 markierte (77. Min.).

Doch die Hausherren bewiesen Comeback-Qualität. Eine mit dem Vollspann getretene Ecke von Ivan Sadric krachte an die Unterkante der Latte und von dort zum 4:5 über die Linie (86. Min.). Der TSV Poing witterte nun die Chance, doch noch zu einem Punktgewinn zu kommen und blies zur Schlussoffensive. In der Nachspielzeit stellte nach einem weiteren Konterangriff, Nicolas Barth, der alleine auf Torhüter Antelmann zulief, den 4:6 Endstand her (90. Min.+3). Sechzigs Trainer Perica Anusic beschrieb die Begegnung mit den Worten: „„Da war viel Schocktherapie dabei.“

Die Reserve der Amateur-Löwen blamierte sich im Platzderby gegen die SpVgg 1906 Haidhausen II in der Kreisklasse mit 1:4 (1:3) und war dabei noch gut bedient. Bedient war auch Trainer Sinisa Zurovac, der auf der vereinseigenen Website stocksauer kommentierte: „Die Mannschaft hat mich verraten und ich schäme mich dafür!“ Gelegenheit zur Wiedergutmachung hat die Amateur-Reserve der Weiß-Blauen am kommenden Sonntag um 15 Uhr bei der FT München-Gern.

Der TSV 1860 München III empfängt bereits am Samstag in der Kreisliga um 17:30 Uhr auf dem heimischen Sportplatz an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing den TSV Ottobrunn. Die Männer aus dem Südosten von München sind ebenfalls mit einem Sieg über den TSV 54-DJK München (2:0) in die Saison gestartet. Vergangene Saison beendete die erste Herrenmannschaft des TSV Ottobrunn in der Kreisliga München (Gruppe 3) auf dem vierten Platz. Sie gilt als starkes und ambitioniertes Team. Vor allem das Offensivtrio Anton Hofer (22 Spiele/15 Tore), Philipp Möbius (25 Spiele/13 Tore) und Jetmir Murati (21 Spiele/12 Tore) gilt als ausgesprochen gefährlich. (as)

north