Mit Perica Anušić als neuem Trainer und einigen Verstärkungen im Kader starten die Amateurkicker des TSV 1860 München III in die neue Spielzeit der Kreisliga, die heuer in einem anderen Modus als gewöhnlich ausgetragen wird. Anušić ist als Trainer ein noch weitgehend unbeschriebenes Blatt im Lokalfußball. Der größte sportliche Erfolg des heute 41-jährigen Kroaten war 2024 der überraschende Aufstieg mit den Futsalspielern der Münchner „Beton Boys“ von der Regionalliga in die DFB-Futsal-Bundesliga. Ansonsten betreute Anušić lediglich die Zweitvertretungen des FC Wacker München und des FC Phönix München in der Kreisklasse. Beim SK Srbija München war der DFB-B-Lizenz-Inhaber in der Bezirksliga als Co-Trainer tätig. Der TSV 1860 München III ist Anušićs erste größere Station als Fußballtrainer im Herrenbereich.
Auch einige Neuzugänge haben den Weg nach Giesing gefunden. Auf der Torhüterposition ergänzt der 19-jährige Justus Heinemann vom TSV Hohenbrunn den Kader. In der Abwehr ist Alejandro Nicolas Serban Cordos (24) ein Löwe geworden. Er hat zuvor in der Landesliga Württemberg für Türkspor Neu-Ulm und in der Bezirksliga für den TSV Blaustein gespielt. Ebenfalls für die Verteidigung wurde der Linksfuß Maximilian Hänle (22) vom niederbayerischen Bezirksligisten SV Neufraunhofen verpflichtet.
Im Mittelfeld will sich Tobias Jost (26) beweisen. Er war zuvor in Rheinland-Pfalz beim TuS Koblenz aktiv. Der gleichaltrige Cornelius Fichtner, der seine Ausbildung im Nachwuchs des VfR Aalen erhalten hat, war zuletzt in der Verbandsliga Württemberg bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach aktiv. Neu im Mittelfeld der Sechzger ist auch der 30-jährige Ihor Yarovoi, der nach einer längeren Pause wieder mit dem Fußball begonnen hat und zuletzt für Türkspor Augsburg in der Bayernliga gespielt hat.
Ab der Spielzeit 2027/2028 soll es in München nur noch zwei statt bisher drei Kreisligen geben. Heuer findet deshalb ein Ausscheidungswettbewerb im Champions-League-Modus statt, bei dem die 42 Münchner Kreisligisten auf 30 Mannschaften reduziert werden sollen. Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die Teams in der Saison 2026/2027 basierend auf den Tabellenplatzierungen der letzten drei Spielzeiten in drei „Leistungstöpfe“ eingeteilt. Dadurch treffen viele Mannschaften auf neue Gegner anderer Staffeln.
Ausgetragen werden 24 Einfachspieltage mit jeweils zwölf Heim- und zwölf Auswärtsspielen für jeden Verein. Die bisherige Hin- und Rückspielregelung entfällt. Nach 24 Spieltagen wird eine Abschlusstabelle aller teilnehmenden Mannschaften erstellt. Die ersten drei Mannschaften im Gesamtklassement steigen direkt in die Bezirksliga auf. Die Tabellenplätze vier bis sieben spielen einen Relegationsplatz für die Bezirksliga aus, während die Mannschaften auf den Rängen acht bis einundzwanzig in der Kreisliga verbleiben. Die neun Mannschaften auf den Tabellenplätzen 34 bis 42 steigen direkt in die Kreisklasse ab.
Für den TSV 1860 München III beginnt die Saison am Sonntag, dem 23. August, um 14 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim TSV Poing im Sportzentrum Poing (Am Hanselbrunn 1). Die Gemeinde im Landkreis Ebersberg verfügt über ein beeindruckendes Kleinstadion mit Tribüne. Die zugehörige Gaststätte am Sportzentrum ist das „Wirtshaus zur Poinger Einkehr” mit bayerischer Küche und Biergarten. (as)