Mit einer feierlichen Enthüllung wurde die neue Inschrift am Kriegerdenkmal bei der Stadtpfarrkirche St. Georg offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Oberbürgermeisterin Monika Schwind enthüllte die friedensmahnende Ergänzung gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats sowie weiterer beteiligter Organisationen. Die neue Inschrift ergänzt das historische Denkmal um eine klare Botschaft für Frieden und Verständigung.

Das Kriegerdenkmal an der St.-Georgs-Kirche trägt nun eine friedensmahnende Sentenz des niederländischen Philosophen Baruch de Spinoza (1632–1677). Mit der Ergänzung wird das Denkmal nicht nur als Ort des Gedenkens an die in Kriegen umgekommenen Soldaten verstanden, sondern zugleich als Mahnung an eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft: den Frieden.

Die beiden zentralen Kriegerdenkmäler der Stadt Freising stammen aus den Jahren 1905 (Obere Hauptstraße) und 1923 (St.-Georgs-Kirche). Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Denkmäler inhaltlich weiterentwickelt. Während das Denkmal in der Oberen Hauptstraße damals mit sechs Bronzetafeln eine eindeutige Friedensbotschaft erhielt, fehlte eine vergleichbare Mahnung am Kriegerdenkmal bei St. Georg bislang.

Die Initiative für die neue Inschrift geht auf einen gemeinsamen Stadtratsantrag von Joana Bayraktar, Nicolas-Pano Graßy, Nico Heitz und Emilia Kirner zurück. Der Stadtrat fasste den entsprechenden Beschluss einstimmig. Mit der nun angebrachten Inschrift erhält auch das Kriegerdenkmal an der St.-Georgs-Kirche eine prägnante Botschaft, die das Erinnern an die Vergangenheit mit einem klaren Appell für Frieden in Gegenwart und Zukunft verbindet.