Kritische Auseinandersetzung mit Liedtexten

Vermeintlich romantische Texte verletzen Grenzen (von links): Gleichstellungsbeauftragte Sabine Trettenbacher, Jasmin Ritzer, Lehrkraft Sandra Högemann, Carolina Krompaß, Lehrkraft Christoph Achtnichts. (Foto: Iulia Moaca)
Vermeintlich romantische Texte verletzen Grenzen (von links): Gleichstellungsbeauftragte Sabine Trettenbacher, Jasmin Ritzer, Lehrkraft Sandra Högemann, Carolina Krompaß, Lehrkraft Christoph Achtnichts. (Foto: Iulia Moaca)
Vermeintlich romantische Texte verletzen Grenzen (von links): Gleichstellungsbeauftragte Sabine Trettenbacher, Jasmin Ritzer, Lehrkraft Sandra Högemann, Carolina Krompaß, Lehrkraft Christoph Achtnichts. (Foto: Iulia Moaca)
Vermeintlich romantische Texte verletzen Grenzen (von links): Gleichstellungsbeauftragte Sabine Trettenbacher, Jasmin Ritzer, Lehrkraft Sandra Högemann, Carolina Krompaß, Lehrkraft Christoph Achtnichts. (Foto: Iulia Moaca)
Vermeintlich romantische Texte verletzen Grenzen (von links): Gleichstellungsbeauftragte Sabine Trettenbacher, Jasmin Ritzer, Lehrkraft Sandra Högemann, Carolina Krompaß, Lehrkraft Christoph Achtnichts. (Foto: Iulia Moaca)

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Erding, Sabine Trettenbacher, hat Schülerinnen und Schüler dazu aufgerufen, populäre Li edtexte kritisch auf ihre Inhalte und Botschaften zu untersuchen. Im Rahmen dieser Initiative setzten sich Jugendliche mit der Wirkung von Sprache und der Darstellung von Geschlechterrollen in der Musik auseinander.

Bedrohung statt Romantik

Im Rahmen der Projektarbeit stach insbesondere die Analyse von Jasmin Ritzer und Carolina Krompraß, Mitglieder der Jazzband des Anne-Frank-Gymnasiums, hervor. Sie hinterfragten den Musiktitel „Every Breath You Take” der Band The Police aus dem Jahr 1983. Die Schülerinnen arbeiteten heraus, dass das Stück aufgrund seiner Melodie oft als Liebeslied missverstanden wird, während der Text faktisch Themen wie Eifersucht, Kontrolle und Stalking nach einer Trennung beschreibt. Zeilen wie „I'll be watching you” oder „You belong to me” verdeutlichen laut Analyse der Schülerinnen eine bedrohliche Überwachungssituation, die durch die mediale Rezeption häufig romantisiert oder verharmlost wird.

Wie wirken Worte?

In ihrer textlichen Umgestaltung des Titels weisen Ritzer und Krompraß auf die realen Auswirkungen von Stalking hin, von dem überwiegend Frauen betroffen sind. Die Neufassung des Textes soll das Bewusstsein dafür schärfen, welche Wirkung Worte auf Mitmenschen haben können, auch wenn diese vermeintlich scherzhaft gemeint sind. Das Projekt verfolgt das Ziel, einen respektvollen Umgang als gesellschaftliche Selbstverständlichkeit zu thematisieren.

Respekt entgegenbringen

Neben dem genannten Titel wurden im Rahmen der Initiative weitere Lieder auf problematische Inhalte untersucht, darunter das „Donaulied”, „Im Wagen vor mir” sowie „Hallo Klaus”. Das Projekt der Gleichstellungsbeauftragten dient dazu, die Medienkompetenz junger Menschen zu stärken und sie für die Themen Grenzverletzungen und zwischenmenschlichen Respekt zu sensibilisieren.

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