In Zolling steht eines der modernsten Betonwerke Europas. Was es damit auf sich hat, ließ sich Landrätin Susanne Hoyer bei einem Besuch des mit EU-Mitteln geförderten Werks von Besitzer Thomas Wöhrl und seinem Betriebsleiter Michael Maier erklären. Mit dabei waren auch Zollings Bürgermeister Helmut Priller, sein Wolfersdorfer Kollege Harald Gmeiner und Diana Krüger vom Bayerischen Industrieverband für Baustoffe, Steine und Erden.
Die Landrätin zeigte sich beeindruckt von der neuen Produktionsstätte, die mit dem Ausbau der Fertigbauteile aus Beton das bestehende Ziegel-Angebot des Unternehmens sinnvoll ergänzt. Aus ihrer Sicht verbindet das Projekt mehrere Themen, die für den Landkreis wichtig sind: eine neue Bauweise, die Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort und Wertschöpfung, die im Landkreis bleibt statt abzuwandern. Sie dankte den beteiligten Gemeinden für die Unterstützung des Vorhabens und betonte, dass das Landratsamt Projekte dieser Art aktiv unterstützen wolle.
„Für den Landkreis ist das Projekt ein konkretes Beispiel dafür, wie Industrieansiedlung und regionale Wertschöpfung zusammengehen können.“
Ein paar Eckdaten zum Betonfertigteilwerk Wöhrl:
•Betonfertigteilwerk für Halbfertigteildecken und Betonwandelemente sowie Neubau eines Bürogebäudes.
•Ko-finanziert durch das EFRE-IBW Programm Bayern 2021 - 2027.
•Investitionssumme: 24 Mio. Euro.
•Erhöhung der Arbeitsplatzanzahl auf über 60 Mitarbeiter.
•Inbetriebnahme März 2025.
•Steigerung der Produktionskapazität um aktuell etwa 40 Prozent.
•Erweiterung des bisherigen Produktportfolio um Wandfertigteile (bisher wurden nur Halbfertigteildecken produziert).
•Beim Bürotrakt wird eine jährliche CO2-Einsparung von 3,907 t/a erreicht, was einer Minderung des CO2-Ausstoßes um 54% entspricht.
•Bei der Produktionshalle erreicht man eine jährliche CO2-Einsparung von 28,785 t, was einer Minderung des CO2-Ausstoßes um 32% entspricht.