Die winterlichen Temperaturen wirkten sich in den letzten Wochen deutlich auf den regionalen Arbeitsmarkt aus: Die Agentur für Arbeit Freising zählte im Januar 2026 in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg insgesamt 12.730 Arbeitslose, 1.438 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent an. Im Januar vor einem Jahr errechnete sich für den Agenturbezirk ebenfalls eine Quote von 3,3 Prozent.
„Unternehmen in den witterungsabhängigen Branchen sehen sich in der kalten Jahreszeit oftmals gezwungen, ihren Betrieb stark einzuschränken und teilweise auch Personal zu entlassen. Deshalb ist ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar typisch für die Jahreszeit“, ordnet Andrea Olschewski-Schmitt, Chefin der Agentur für Arbeit Freising die aktuellen Arbeitsmarktzahlen ein. Dabei zeigt sich auch in diesem Jahr: Die Winterarbeitslosigkeit geht hauptsächlich zu Lasten der Männer. Im Januar 2026 waren im Agenturbezirk 1.033 Männer mehr arbeitslos gemeldet als noch im Dezember 2025.
Zu den Personalentlassungen in der Schlechtwetterzeit gibt es aber durchaus eine Alternative: Das Saison-Kurzarbeitergeld bietet Betrieben des Bauhauptgewerbes, des Dachdeckerhandwerkes, des Garten- und Landschaftsbaus sowie Unternehmen des Gerüstbaus die Chance, Mitarbeitende trotz Auftragsmangel und Arbeitsausfällen während des Winters weiter zu beschäftigen. „Davon profitieren dann beide Seiten: Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bleibt ihr Arbeitsplatz, den Betrieben ihr qualifiziertes Personal erhalten“, so Andrea Olschewski-Schmitt weiter. Informationen zum Saison-Kurzarbeitergeld gibt es für Interessierte hier: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeldformen/saison-kurzarbeitergeld
Positiv entwickelte sich zuletzt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg. Die neuesten Auswertungen zeigen einen Anstieg der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen Juni 2024 und Juni 2025 um 3.299 Personen auf insgesamt 228.944 Beschäftigte. Das entspricht einem Zuwachs in den vier Landkreisen von 1,5 Prozent.
In den einzelnen Landkreisen ergaben sich folgende Entwicklungen: Im Landkreis Freising stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1.596 Personen oder 1,8 Prozent auf 88.249 Beschäftigte an. Im Landkreis Erding erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten prozentual betrachtet noch deutlicher – um 1.225 Personen oder 2,6 Prozent auf 48.774 Beschäftigte.
Mit Blick auf die Wirtschaftsbereiche zeichnet sich folgendes Bild: Beschäftigtenzuwächse waren in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg insgesamt unter anderem im Bereich Verkehr und Lagerei (+3.002 Beschäftigte) sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (+265 Beschäftigte) zu beobachten. Den stärksten Beschäftigungsrückgang gab es im Verarbeitenden Gewerbe (-808 Beschäftigte), gefolgt vom Handel (-339 Beschäftigte).
Landkreis Erding: Arbeitslosigkeit: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis Erding im Januar 2026 angestiegen: Insgesamt waren im ersten Monat des Jahres 2.609 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 350 Frauen und Männer mehr als noch im Dezember 2025. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,4 Prozentpunkte auf ein aktuelles Niveau von 3,0 Prozent. Im Januar vor einem Jahr errechnete sich für den Landkreis eine Quote von 2,9 Prozent.
Personalnachfrage: Die Betriebe meldeten dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit zuletzt 109 neu zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis. Insgesamt befanden sich im Januar 2026 damit 955 Arbeitsangebote im Stellenpool der Erdinger Arbeitsagentur.