Der EHC Klostersee hat in den zurückliegenden Wochen kräftig Punkte gesammelt für das ausgegebene Saisonziel Playoff-Teilnahme. Die hat man in der Eishockey-Bayernliga fix in der Tasche, sofern in der Abschlusstabelle nach Beendigung der Hauptrunde eine Platzierung unter den besten Sechs belegt wird. Sozusagen über die Seitentür ist die Qualifikation für die K.O.-Runde der besten Acht im Bayerischen Oberhaus möglich, sofern man sich in den Pre-Playoffs – die werden direkt im Anschluss an die einfache Hin- und Rückrunde von den Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn gespielt – gegen seinen Kontrahenten durchsetzt.
„Wie wir an praktisch jedem Spieltag sehen, ist alles extrem eng und damit immer alles möglich“, erklärte Marc Kerndl, der Sportliche Leiter der Grafinger Rot-Weißen, in den Tagen nach dem Jahreswechsel. Gerissen ist die Sieges-Serie der EHCler am zweiten Weihnachtstag beim Auswärts-Derby gegen die Waldkraiburger Löwen. Mit zumeist ausgedünntem Kader ging es für die Truppe um Kapitän Vitus Gleixner durch die Pflichtspiele zwischen den Jahren.
Der erste Doppel-Spieltag nach Neujahr hatte es mit den beiden Gegnern Königsbrunn Pinguine und Landsberg Riverkings für die Mannschaft von Head-Coach Thomas „Birdy“ Vogl richtig in sich. Und war quasi der Auftakt für eine Abfolge hoher und höchster Hürden für die Klosterseer auf dem Weg zu einer Spitzenplatzierung. Sechs Spieltage sind in der Bayernliga-Hauptrunde noch zu gehen. Der EHC empfängt in der heimischen Wildbräu-Arena die Peißenberg Miners (Sonntag, 11. Januar, 17.30 Uhr). Schon Mitte Dezember sind die EHC-Verantwortlichen eine Kooperation mit dem benachbarten Ex-Rivalen, letztjährigen Meister und Aufsteiger in die Oberliga Süd eingegangen. Die Zusammenarbeit mit den Erding Gladiators umfasst den Einsatz von jungen Stürmern des Drittligisten, die dort eher weniger Eiszeit bekommen und bei den Grafingern schon aufgrund der Ausfälle sehr willkommen sind. Gladiators-Angreifer Björn Salhi, den Cheftrainer Vogl noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Passau Black Hawks und insbesondere aus dem Landshuter Nachwuchs kennt, hat bereits einige Male für den EHC gespielt. Sollte der 20-jährige Offensivspieler bis zum Ende der Hauptrunde auf zumindest sechs Einsätze kommen, wäre er auch im weiteren Saisonverlauf für die Klosterseer spielberechtigt.