Festes Zusammenhalten zum Wohl der Patienten

Mit drei Fahrzeugen und sechs Sanitätern unterstützten die Malteser Erding die Verlegung von Patienten der Klinik Wartenberg. (Foto: Ingo Goessel Malteser Erding)
Mit drei Fahrzeugen und sechs Sanitätern unterstützten die Malteser Erding die Verlegung von Patienten der Klinik Wartenberg. (Foto: Ingo Goessel Malteser Erding)

Immer wieder führt die Ausbreitung des Coronavirus zu Personalengpässen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Diese Situation zeichnete sich am Dreikönigstag in der Klinik Wartenberg ab. Um die optimale Versorgung der Patienten sicherzustellen, wurden zwölf Patienten in andere Krankenhäuser verlegt. Zur Unterstützung des öffentlichen Rettungsdienstes wurden die ehrenamtlichen Katastrophenschützer des BRK und der Malteser Erding angefordert, die gemeinsam mit der Integrierten Leitstelle Erding die erforderlichen Rettungsfahrzeuge aus mehreren Landkreisen und die Zielkrankrankenhäuser organisierten. Am Donnerstag, 7. Januar, um 9 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Erding die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Transport der beiden Hilfsorganisationen, die unter Leitung von Martin Gräbe, BRK, und Tobias Cako, Leiter Einsatzdienste der Malteser, die Verlegung durchführten. Innerhalb von nur vier Stunden wurden alle Patienten verlegt, unter anderem nach Kösching, Schongau, Ingolstadt, Wasserburg und Rosenheim. Bis zum späten Nachmittag waren die letzten der insgesamt zwölf Fahrzeuge wieder eingerückt.
Die Malteser Erding, die für diesen Einsatz insgesamt drei Fahrzeuge und sechs Sanitäter stellten, stehen bereits seit Mitte Dezember in Bereitschaft, um im Bedarfsfall dringliche Verlegungsfahrten von stabilen Patienten übernehmen zu können. „Jeden Tag stehen hierfür unter meiner Leitung vier Einsatzkräfte bereit, um bei Alarmierung insgesamt zwei Notfallkrankenwagen besetzen zu können“, berichtet Ingo Gössel, Gruppenführer der SEG Transport. Die Einsatzleitung habe sich aufgrund der starken Belastung der regionalen Versorgungsstrukturen für dieses Vorgehen entschieden. „Als Partner in der Gefahrenabwehr bieten wir dem Landkreis Erding schnell und unkompliziert weitere Krankenwagen an, wenn der Regelrettungsdienst aufgrund der Pandemie Entlastung benötigt“, so Cako.
Bereits am frühen Abend des 30. Dezember waren fünf Patienten aus der Klinik Wartenberg verlegt worden, um Überlastung zu verhindern. Die integrierte Leitstelle Erding hatte zur Bewältigung des Einsatzaufkommens die SEG Transport der Malteser Erding alarmiert, die auch hier sehr schnell zwei Notfallkrankenwagen mit qualifizierten Sanitätern bereitstellen konnte.