Menschen, die bei ihrer Anmeldung für eine Coronaimpfung falsche Angaben gemacht haben, um die Impfung schneller zu erhalten als ihnen zusteht, werden als Impfdrängler bezeichnet. Im Landkreis Freising ist dieses Verhalten in den vergangenen Wochen zu einem echten Problem für das Impfzentrum geworden. So tauchten dort täglich etwa fünf bis zehn Impfdrängler auf, die von den Betreibern erwischt wurden.
Impfdrängler werden weiterhin ohne Impfung nach Haus geschickt und müssen sich erneut im Anmeldeportal BayIMCO (www.impfzentren.bayern) registrieren. Für die Betreiber des Impfzentrums, das BRK Freising und die Johanniter aus Allershausen, bedeuten sie jedoch einen enormen Arbeits- und Organisationsaufwand: Ihre Termine müssen umgehend an tatsächlich priorisierte Menschen vergeben werden, damit kein Impfstoff verfällt.
Wer seine Impfung bereits beim Hausarzt erhalten hat, möchte sich gegenüber Wartenden bitte solidarisch zeigen und sich in BayIMCO unter https://impfzentren.bayern/selbst abmelden.
Vom derzeitigen Trend, den Abstand zwischen den beiden Impfungen, die für den vollen Schutz nötig sind, zur verkürzen, hält Freisings Ärztesprecher Georg Miedl nichts: "Da geht es im Prinzip darum, sich Urlaub auf Kosten anderer zu ermöglichen." Ein längerer Impfabstand ist vielmehr sinnvoll, um möglichst vielen schon die Erstimpfung und so schon einen gewissen Schutz vor dem Virus zu ermöglichen.