Kripo warnt eindringlich

In den vergangenen Tagen kam es erneut zu Betrugsfällen über Messengerdienste. (Foto: dm)
In den vergangenen Tagen kam es erneut zu Betrugsfällen über Messengerdienste. (Foto: dm)

In den vergangenen Tagen kam es erneut zu Betrugsfällen über Messengerdienste. Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Ebersberg und Erding wurden von den unbekannten Tätern über WhatsApp kontaktiert, die Betrüger gaben sich jeweils als vermeintliche Töchter aus. Die Kontaktaufnahme erfolgt stets über eine neue Telefonnummer, als Grund hierfür wird häufig ein Defekt oder ein neues Smartphone genannt. Im Verlauf der Konversation werden die Angehörigen gebeten, dringende Rechnungen per Sofortüberweisung zu begleichen.
In einem Fall entstand einer 62-Jährigen aus Zorneding ein Vermögensschaden in vierstelliger Höhe.
Die Kriminalpolizei Erding weist darauf hin, dass sich Sofortüberweisungen, wie sie von den Tätern gefordert werden, meist nicht mehr stoppen lassen. Die Polizei warnt daher vor leichtfertigen Überweisungen an vermeintliche Angehörige!

Tipps der Kripo - So kann man sich schützen!

Wie Auswertungen zeigen, haben es die Täter zumeist auf Personen ab einem Alter von 50 Jahren abgesehen. Dabei spielt es keine Rolle ob diese in einer Großstadt wohnhaft sind oder in ländlicheren Regionen.

  • Es wird empfohlen, sich vor einer Transaktion bei den angeblichen Empfängern, beispielsweise in Form eines persönlichen Telefongesprächs, rückzuversichern.
  • Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen oder Nachrichten!
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an!
  • Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!
  • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein!
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 - benutzen sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern!
  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
  • Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
  • Prüfen Sie, ob ein Eintrag Ihrer Telefonnummer in öffentlichen Verzeichnissen wirklich notwendig ist!