Veröffentlicht am 17.07.2026 10:47

Olaf Hajek stellt bis September im Künstlerhaus aus

Das Bild „The Fortune Teller“ gab der Ausstellung ihren Titel.  (Foto: Hajek)
Das Bild „The Fortune Teller“ gab der Ausstellung ihren Titel. (Foto: Hajek)
Das Bild „The Fortune Teller“ gab der Ausstellung ihren Titel. (Foto: Hajek)
Das Bild „The Fortune Teller“ gab der Ausstellung ihren Titel. (Foto: Hajek)
Das Bild „The Fortune Teller“ gab der Ausstellung ihren Titel. (Foto: Hajek)

Das Künstlerhaus am Stahlmuseum zeigt von Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 20. September, Werke des 1965 in Norddeutschland geborenen Künstlers und Illustrators Olaf Hajek. Er zählt zu den international bekanntesten deutschen Künstlern seiner Generation. Nach einer erfolgreichen Karriere als Illustrator widmet er sich heute vor allem der Malerei und entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache, die weltweit in Ausstellungen und Sammlungen zu sehen ist.

Die Zukunft bleibt in der Schwebe

In Erding präsentiert Hajek die Ausstellung „The Fortune Teller“. Der Titel verweist auf ein zentrales Werk der Schau: „Eine Figur sitzt an einem Tisch, vor sich Karten ausgebreitet, daneben eine Box mit einer Kette aus zusammengesetzten Korallen. Die Szene entfaltet sich in einer klar gefassten, fast bühnenartigen Raumkomposition. Ihre Haltung ist konzentriert, aber zögernd – ein Moment des Innehaltens, bevor eine Deutung ausgesprochen wird. Die Zukunft bleibt unausgesprochen, offen, in der Schwebe“, beschreibt der Künstler das Bild. Generell vermitteln seine Werke keine eindeutigen Botschaften. Stattdessen laden sie dazu ein, eigene Assoziationen zu entwickeln und sich mit grundlegenden Fragen nach Identität, Natur und Vergänglichkeit auseinanderzusetzen.

Veränderungen prägen unsere Zeit

Der Künstler erklärt die Entstehung seiner Arbeiten mit einem Gefühl des Übergangs. Tiefgreifende Veränderungen prägten unsere Zeit; sie sei bestimmt von Unsicherheit, gesellschaftlichen Spannungen und dem Verlust vermeintlicher Gewissheiten. „Vieles scheint sich neu zu ordnen, während die Richtung dieser Entwicklung oft unklar bleibt. Gerade in solchen Momenten stellt sich die Frage, wie es gelingen kann, Vertrauen und Verbundenheit neu zu finden.“

Die Hoffnung nicht verlieren

Andere Arbeiten erzählen von Vertreibung, Bewegung und dem Gefühl, zwischen Orten oder Zuständen zu stehen. Diese Spannung zeigt sich auch in der Farbigkeit der Bilder. Dunklere Töne und ruhigere, nachdenkliche Stimmungen treffen auf leuchtende Farben und Momente voller Hoffnung. Licht und Schatten, Zuversicht und Zweifel, Fragilität und Stärke existieren nebeneinander. „Die Ausstellung versteht sich als Einladung, die Zeichen unserer Zeit aufmerksam zu betrachten, ohne dabei die Hoffnung zu verlieren“, betont Olaf Hajek.

Eintritt frei

Das Künstlerhaus in der Landshuter Straße 31 ist Dienstag bis Sonntag von 13 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

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