Die Stadt Erding aktualisiert derzeit die Sanierungssatzung für die Innenstadt. Im Rahmen einer Vorbereitenden Untersuchung (VU) bittet die Stadt alle Anwohnerinnen und Anwohner, sich unter https://forms.gle/6B7ifAu1dVPkfBnQ6 an einer Online-Umfrage zu beteiligen. Die Mitwirkung der Betroffenen gilt als zentraler Baustein des Verfahrens, da sie als Anwohner, Eigentümer oder Gewerbetreibende die lokalen Gegebenheiten am besten kennen. Themen der Umfrage sind unter anderem Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und Gebäudesanierung.
Die Altstadt ist bereits seit den 1980er Jahren als Sanierungsgebiet festgelegt. Nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs müssen bestehende Sanierungsziele jedoch regelmäßig evaluiert werden. Das aktuelle Verfahren dient dazu, das bisherige Sanierungsgebiet sowie die zugrundeliegenden Konzepte an die aktuellen städtebaulichen Gegebenheiten (zum Beispiel Klimaresilienz, demografischer Wandel oder veränderte Einzelhandelsstrukturen) anzupassen. Die Untersuchung führt dabei die Ergebnisse zahlreicher Fachanalysen der vergangenen Jahre zusammen und baut maßgeblich auf den Leitlinien des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) auf.
„Unsere Altstadt muss ein Ort sein, an dem man auch in 30 Jahren noch gerne lebt, arbeitet und verweilt. Mit der Evaluation des Sanierungsgebiets schaffen wir die rechtliche Basis, um Fördermittel gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die Gemeinschaft stiften“, betont Oberbürgermeister Max Gotz.
Eine Vorbereitende Untersuchung ist die formale Voraussetzung, um auch künftig Unterstützung durch die Städtebauförderung von Bund und Ländern zu erhalten. Die fachliche Prüfung und Bewilligung der Mittel erfolgt durch die Regierung von Oberbayern. Möglich werden in der Folge städtebauliche Zuschüsse, steuerliche Anreize für Private und die Bündelung von Fördermitteln.
Weitere Fragen beantworten das Team der Stadtentwicklung und die beauftragten Büros Die Stadtentwickler (Kaufbeuren) und WGF Landschaft (Nürnberg) bei einem Info-Stand am Donnerstag, 21. Mai, von 9 bis 13 Uhr am Schrannenplatz.