Weithin sichtbar war die Rauchsäule, die ein Fahrzeugbrand am Donnerstagfrüh, 5. August, gegen 5.30 Uhr auf der neuen Westtangente verursachte. Ein PKW hatte die Baustellenabsperrung im Kreuzungsbereich zur Angerstraße durchbrochen. Die Betonbake wurde durch den Aufprall zur Seite geschoben, der Pkw kam dahinter im Baumateriallager zum Stehen. Das Unfallfahrzeug stand danach innerhalb der Baustelle im Materiallager und brannte vollständig aus.
Bei Eintreffen der Rettungskräfte gegen 5.50 Uhr befand sich niemand mehr im Fahrzeug. Auch eine Absuche der Umgebung mithilfe eines Polizeihubschraubers verlief ergebnislos.
Der Alfa Romeo brannte vollständig aus, das Feuer konnte aber von der Feuerwehr rasch gelöscht werden. Zudem lief eine geringe Menge ausgetretenes Benzin brennend durch die Entwässerungsleitungen in ein Auffangbecken auf der anderen Straßenseite und brannte dort vollständig ab, sodass es nicht mehr abgelöscht werden brauchte. Die Beseitigung der Ölrückstände übernahm der städtische Bauhof. Die Hauptfeuerwache war mit fünf Fahrzeugen und 25 Personen im Einsatz, die Westtangente war zwischen Schlüterbrücke und Angerstraße rund eine Stunde gesperrt.
Kurze Zeit später erhielt die Polizei Freising von einer Firma in der Angerstraße die Mitteilung, dass dort eine leicht verletzte Person aufgetaucht sei und leicht verwirrt wirke. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um den Fahrer des Unfallautos handelte. Ein umgehend durchgeführter Atemalkoholtest bei dem aus Österreich stammenden 30-jährigen Mann ergab einen Wert von knapp 1,4 Promille. Der Verletzte wurde zur Versorgung seiner leichten Verletzungen und Blutabnahme ins Klinikum Freising gebracht.
Nach ersten Auswertungen der Unfallspuren hatte der Fahrer wohl die Orientierung verloren und war daraufhin frontal mit seinem Wagen gegen die Baustellenabsperrung gefahren. Insgesamt entstand ein geschätzter Sachschaden von 5.000 Euro.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol eingeleitet.