Viele neue Solaranlagen sind in Freising in den ersten sieben Monaten dieses Jahres errichtet worden: 65 neue Anlagen haben die Freisinger Stadtwerke an das hiesige Stromnetz angeschlossen. Auch selbst haben die Stadtwerke zwei neue PV-Anlagen fertiggestellt, eine auf einem Dach der Stadtbau in der Haindlfinger Straße, eine auf einem Gebäude der Freisinger Wohnbau am Plantagenweg. Die Anlagen mit Ost- bzw. Ost-West-Ausrichtung kommen auf eine Spitzenleistung von 30 beziehungsweise 60 Kilowatt.
Die Freisinger Stadtwerke verfügen damit jetzt über zwölf Anlagen mit einer Spitzenleistung von zusammen 1,1 Megawatt. Weitere Anlagen sind geplant: Im Zuge der Sanierung weiterer Gebäude am Plantagenweg durch die Freisinger Wohnbau planen die Freisinger Stadtwerke, dort ebenfalls Photovoltaikanlagen zu installieren.
Die Gesamtzahl der neu installierten Anlagen entspricht damit bislang dem Umfang vom Vorjahr, in dem insgesamt 89 neue Anlagen hinzukamen. Einen Unterschied zum Vorjahr hat Simon Prechsl, der seit Jahresbeginn diese Abteilung der Freisinger Stadtwerke personell verstärkt, aber festgestellt: „Der Trend geht hin zu etwas größeren Anlagen“, berichtet er. In den letzten Jahren seien viele Anlagen mit einer Spitzenleistung bis zehn Kilowatt gebaut worden. Im seit 2021 gültigen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden nun auch Hausbesitzer mit größeren Solaranlagen für den Eigenverbrauch von der EEG-Umlage befreit. Die anteilige EEG-Umlage auf den selbst verbrauchten Photovoltaik-Strom muss erst ab 30 Kilowatt Anlagenleistung gezahlt werden. Vermutlich auch deshalb ist jetzt eine Entwicklung hin zu leistungsstärkeren Anlagen zu erkennen.
Simon Prechsl beobachtet auch, dass die meisten Anlagen zusätzlich mit einem Speicher ausgestattet werden, so dass die Anlagenbesitzer von den günstigen Konditionen für Eigenverbrauch aus EEG-Anlagen profitieren können. Nach wie vor ist der Eigenverbrauch des Stroms die lukrativste Art, die eigene PV-Anlage zu nutzen.