In der Sitzung des Krankenhausausschusses am 23. März 2026 präsentierte Krankenhausdirektorin Sabine Wahl eine durchweg positive Bilanz für den Beginn des laufenden Jahres. Die stationären Leistungen am Klinikum Landkreis Erding verzeichneten im Januar und Februar eine erfreuliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Fallzahlen stiegen um 6,2 Prozent auf 2.726 Fälle an. Die in den ersten beiden Monaten erzielten 2.020,5 Case-Mix-Punkte übertreffen die Planung um 5,5 Prozent und liegen zudem 3,9 Prozent oberhalb der Werte des Vorjahres.
Einstimmig votierten die Rätinnen und Räte für die neuen Planungen zum Erweiterungsbau. Anstelle des ursprünglich geplanten Anbaus im Süden soll nun ein dreistöckiger Neubau im Westen auf dem Areal des derzeitigen Hubschrauberlandeplatzes entstehen. Diese Standortverlegung sowie eine optimierte Flächenplanung ermöglichen eine deutliche Senkung der Gesamtkosten bei gleichzeitiger Steigerung der medizinischen Leistungsfähigkeit. Im Gartengeschoss findet eine neue Notaufnahme Platz und ein moderner Operationstrakt mit acht Sälen wird die Kapazitäten erweitern. Ein wesentlicher Vorteil dieser Variante liegt im reibungslosen Klinikbetrieb während der Bauphase, da auf Container-Auslagerungen verzichtet werden kann. Der Hubschrauberlandeplatz wird auf bisherige westliche Parkflächen verlegt, was zudem die Anflugsituation verbessert. Um die staatliche Förderung in Höhe von rund 30 Millionen Euro abzusichern, wird ein entsprechender Änderungsantrag eingereicht. Die Detailplanung soll Mitte 2026 beginnen und die bauliche Umsetzung ist für den Zeitraum von 2028 bis 2033 vorgesehen. Im Zuge der Planungen für die neue zentrale Notaufnahme wird zudem die Etablierung eines ambulanten OP-Zentrums geprüft, um der zunehmenden Verschiebung von stationären zu ambulanten Eingriffen Rechnung zu tragen. Die Verlegung der Notaufnahme soll zudem die verkehrliche Situation in der Bajuwarenstraße entzerren. Landrat Martin Bayerstorfer betonte, dass das Klinikum durch dieses umfassende Modernisierungspaket und die konsequente Weiterentwicklung des Portfolios für die Herausforderungen des Krankenhausreformanpassungsgesetzes bestmöglich aufgestellt sei. Er unterstrich, dass der Landkreis nicht nur in Gebäude investiere, sondern in eine erstklassige Versorgung der Bürger und in die Attraktivität der Arbeitsplätze.