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Veröffentlicht am 13.09.2026 14:56

Löwen feiern sich und ersten Heimsieg

Wieder mitgliederbasiert: TSV 1860 München.  (Foto: Anne Wild)
Wieder mitgliederbasiert: TSV 1860 München. (Foto: Anne Wild)
Wieder mitgliederbasiert: TSV 1860 München. (Foto: Anne Wild)
Wieder mitgliederbasiert: TSV 1860 München. (Foto: Anne Wild)
Wieder mitgliederbasiert: TSV 1860 München. (Foto: Anne Wild)

Am Freitagabend durfte der TSV 1860 München mit einem 3:0 (2:0) über den TSV Schwaben Augsburg seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison feiern. Auf den ausverkauften Rängen herrschte eine euphorische Stimmung. Wer nicht um die jüngste Geschichte des Vereins wusste, hätte als zufälliger Zeuge im Stadion glauben können, die Weiß-Blauen stünden kurz vor dem Gewinn eines prestigeträchtigen Titels. Von den Sitzen der Gegengerade ertönte es lautstark: „Der TSV ist wieder da!“ Vor der Westkurve enthüllten die Anhänger in der zweiten Halbzeit ein riesiges Transparent in den traditionsreichen Vereinsfarben Grün-Gold mit der Aufschrift „Mitglied werden – jetzt!“. Was die Fans so euphorisch feierten, war nicht nur der erste Heimsieg in der noch jungen Saison, sondern vor allem die neu gewonnene „Freiheit für Sechzig“: die Rückkehr des Profifußballs in die Hand der Vereinsmitglieder und die Loslösung vom undurchsichtigen Finanzkonstrukt des erratischen Kreditgebers Hasan Ismaik.

In den vorangegangenen Heimspielen kam das in der Liga noch unbesiegte Team von Trainer Alper Kayabunar sowohl gegen den FC Augsburg II (2:2) als auch gegen den TSV Landsberg (1:1) nicht über eine Punkteteilung hinaus. Mit zwei Änderungen in der Startelf – Mark Gevorgyan und Raphael Ott für Julian Bell und Emre Erdoğan – gingen die Löwen vor 15.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion in den sportlichen Vergleich mit den Schwabenrittern, die von rund 400 Anhängern begleitet wurden. Die Personaländerungen sollten sich schon nach zehn Minuten auszahlen. 1860-Innenverteidiger Lasse Faßmann geriet bei einem Rückpassversuch auf Schlussmann Vitus Eicher außer Tritt und verlor das Leder – Gevorgyan klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Lukas Ramser (2. Min.). Auf der Gegenseite verzeichneten auch die Gäste einen individuellen Fehler. Elias Herzig vertändelte den Ball vor dem eigenen Strafraum an Ott, der sofort auf den gestarteten Lance Fiedler durchsteckte. Der 19-Jährige ließ mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 Torhüter Maximilian Reil keine Abwehrchance (10. Min.).

Die Anfangsphase geriet zu einem turbulenten Schlagabtausch beider Mannschaften. Doch den Lila-Weißen fehlte häufig das Glück in der letzten Aktion. Anders die Löwen, die nach einer guten halben Stunde einen zweiten Treffer nachlegten. Tunay Deniz setzte mit einer gelungenen Seitenverlagerung Fiedler in Szene, der nicht lange fackelte und mit einem technisch perfekten Schlenzer in den Winkel das 2:0 markierte (34. Min.). Bis zum Halbzeitpfiff hätte die Führung noch höher ausfallen können, denn die Augsburger agierten nach dem zweiten Gegentor immer konfuser. Anders als im ersten Heimspiel, als die Löwen gegen den Lokalrivalen der Schwabenritter, den FC Augsburg II, einen Zwei-Tore-Vorsprung noch aus der Hand gaben, ließen die Hausherren diesmal nicht mehr anbrennen. Stattdessen sorgten sie kurz nach Wiederanpfiff für die Vorentscheidung. Nach einem abgewehrten Einwurf landete der Ball im rechten Halbfeld bei Deniz, der erkannte, dass der für den verletzten Reil ins Spiel gekommene Schlussmann Elias Rock auf eine Flanke spekulierte – der Routinier setzte das Leder aus 20 Metern zum 3:0 in die kurze Ecke (48. Min.).

Die Löwen zogen sich nun in die eigene Hälfte zurück und verlegten sich auf Konterattacken. Doch den weiterhin eifrig bemühten Gästen gelang kein Treffer mehr. Der TSV 1860 München brachte seinen ersten Heimsieg unter Dach und Fach. Entsprechend erleichtert zeigte sich Trainer Kayabunar nach Schlusspfiff: „Wir sind sehr froh über das Ergebnis und die Art und Weise, wie es zustande kam.“ Seine Mannschaft habe über viel Spielkontrolle mit Ball verfügt. „Heute hat vieles funktioniert“, befand der 40-Jährige. Bereits am Dienstagabend ist der TSV 1860 München zu Gast bei der SpVgg Greuther Fürth erneut gefordert. Anpfiff der Begegnung ist um 19 Uhr im Sportpark Ronhof. (as)

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