Für die kommende Spielzeit 2026/2027 hat die Mitgliederversammlung der DFL Deutsche Fußball Liga einstimmig einen neuen Wettbewerb für U21-Mannschaften der Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga aus der Taufe gehoben. Er ist als Ergänzung des bestehenden Ligensystems gedacht. Als „wichtigen Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bundesligen”, beschreibt DFL-Geschäftsführer Marc Lenz das neue Modell, das von einer Expertengruppe ausgearbeitet wurde. Die Teilnahme daran sei freiwillig.
Eine umfassende datenbasierte Analyse habe ergeben, „dass der Übergang aus dem Nachwuchs in den Erwachsenenfußball einen bedeutenden systemischen Engpass in der deutschen Talententwicklung darstellt”, heißt es zur Begründung. Die vorhandene Ligenstruktur reiche für die meisten Spieler als Übergang in die Bundesligen nicht aus. Es fehle ein strukturierter Zwischenschritt. Talente in Deutschland würden in den ersten vier Ligen bislang deutlich weniger Spielzeit erhalten als vergleichsweise in England, Italien und Spanien. Um den organisatorischen und finanziellen Aufwand für die beteiligten Clubs so gering wie möglich zu halten, soll der neue Wettbewerb ohne Zuschauer stattfinden.
Zum Einsatz kommen sollen vorhandene Spieler der Altersklassen U17 bis U21. Pro Team dürften zudem bis zu vier ältere Akteure eingesetzt werden, „um sowohl junge Talente gezielt zu fördern als auch beispielsweise verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern”, schreibt die DFL. Die aktuell in den Regionalligen und in der 3. Liga spielenden zweiten Mannschaften würden damit nicht aus dem aktuellen Ligensystem herausgelöst. Des Weiteren soll es auch keine Verflechtungen mit der auf DFB-Ebene diskutierten Regionalliga-Reform geben. (as)