Frauen wollen sich vernetzen. Frauen wollen sichtbar werden. Frauen wollen gemeinsam etwas bewegen. Beim Business Brunch der Erdinger Frauenpower in der Herzogsstubn Erding wurde genau das deutlich. Weit über 50 Frauen kamen dort zusammen. Deutlich mehr als erwartet. Ohne öffentliche Werbung. Ohne große Bühne.
Was an diesem Vormittag entstand, fühlte sich für viele wie ein Aha-Moment an.
Der Raum füllte sich schnell, die Gespräche begannen sofort. An den Tischen saßen Unternehmerinnen, Selbstständige, Gründerinnen, Visionärinnen. Frauen mit Ideen, mit Erfahrung, mit Fragen – und mit dem Wunsch, nicht länger allein zu arbeiten. Es war kein klassisches Netzwerktreffen. Es war der Anfang von etwas, das größer gedacht war.
Im Zentrum stand Marita Steiger, Initiatorin und treibende Kraft der Erdinger Frauenpower. Offen, persönlich und sichtlich bewegt begrüßte sie die Teilnehmerinnen. Sie habe nicht damit gerechnet, dass so viele kommen, sagte sie – „sonst hätte ich gleich die Stadthalle gemietet“. Gelächter. Und zugleich die Erkenntnis: Hier hatte sie einen Nerv getroffen.
Steiger erzählte von ihrem Weg mit FrauenkraftZeit, von eigenen gesundheitlichen Erfahrungen, von der Suche nach Antworten – und davon, wie daraus der Wunsch entstanden ist, andere Frauen zu begleiten. Doch an diesem Vormittag ging es um mehr als ihre Geschichte. Es ging um ein gemeinsames Thema: Sichtbarkeit von Frauen und ihren Herzensthemen.
Was sie zur Gründung des Netzwerks bewegt habe, sei eine einfache, aber ernüchternde Beobachtung gewesen: Viele Frauen leisten Tag für Tag Großes – mit Kompetenz, Leidenschaft und Verantwortung. Und bleiben dabei oft unsichtbar. „Allein ist es schwer, wirklich etwas zu bewegen. Gemeinsam entsteht Kraft.“
Diese Kraft und Energie war im Raum deutlich spürbar. Steiger sprach über Gemeinschaft statt Konkurrenz, über Räume auf Augenhöhe, über die Freiheit, sich einzubringen – oder einfach zuzuhören. Genau daraus könne eine Bewegung entstehen, die trägt.
Auch gesellschaftliche und politische Themen fanden Platz. Wenn Frauen ihre Perspektiven einbringen, verändern sich Blickwinkel – etwa bei Fragen von Mobilität, Familienalltag oder Sicherheit. Veränderung beginne dort, wo Frauen bereit sind, ihre Themen auszusprechen.
Im Anschluss stellten sich die Mitglieder des Kernteams vor: Katrin Dubois (Soulshift Happens / Kinderzeit Erding), Ina-Maria Binder (Ringana), Maria Zapp (GLITZHAIR Germany) und Katrin Kirtzel (Kitara Yoga). Gemeinsam moderierten sie den anschließenden Austausch an den Tischen. Dort wurde deutlich, was dieses Netzwerk für viele sein soll – und werden kann: ein Ort für Zusammenhalt, Schwarmwissen, Kooperationen. Eine Plattform, die von Frauen geführte Businesses im Landkreis Erding sichtbar macht.
Nach dem offiziellen Teil blieb der Raum lebendig. Gespräche vertieften sich, Ideen wurden weitergesponnen, erste Kooperationen angedacht. Viele gingen mit dem Gefühl nach Hause, Teil von etwas zu sein, das gerade erst beginnt.
Dass dieser Business-Brunch keine Ausnahme bleibt, war am Ende offensichtlich. In welcher Form es weitergeht – ob erneut als Brunch oder in neuen Formaten – darüber wird die Erdinger Frauenpower informieren.
Zum Abschluss fand Marita Steiger noch einmal persönliche Worte. Sie sei dankbar, sagte sie. Geflasht von der Energie, von der Offenheit, von der Bereitschaft, sich einzubringen. „Ich glaube ganz fest: Hier können wir richtig was bewegen.“
Wenn Frauen sich verbinden, entsteht mehr als ein Netzwerk. Es entsteht eine Bewegung.
Wer Teil davon sein möchte, kann sich direkt bei Marita Steiger unter Tel: 0176/80467969 melden oder dem Netzwerk Frauenpower Erding auf Instagram und Facebook folgen.