Die für September geplante Eröffnung des neuen Kinderhauses am Ludwig-Simmet-Anger verzögert sich bis ins kommende Jahr. Das teilt die Stadtverwaltung Erding mit. Wie Oberbürgermeister Max Gotz in einer Stadtratssitzung bekanntgab, macht ein massiver Wasserschaden im Holzrohbau den ursprünglich vorgesehenen Zeitplan unmöglich. Um eine langfristig wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Bausubstanz gewährleisten zu können, hatte die Stadt in den vergangenen Wochen von einem unabhängigen Gutachter eine Schadenskartierung erstellen lassen. Da die Schäden dem Bericht zufolge sehr massiv sind, prüft die Stadtverwaltung jetzt weitere Sanierungsmaßnahmen.
Um langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, befindet sich die Stadt Erding seit Mitte März in einem aktiven Mediationsverfahren. In diesem Rahmen wird gemeinsam mit den beteiligten Firmen, Versicherungen und deren Rechtsbeiständen an einer außergerichtlichen und konstruktiven Lösung gearbeitet. Dennoch ist eine Überschreitung des ursprünglichen Kostenrahmens von rund 15,5 Millionen Euro absehbar, da die Kosten für die Schadensbeseitigung sowie damit verbundene Nebenkosten, zum Beispiel für Gutachter, Fachplaner, Trocknungsmaßnahmen und Baustofflagerung, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final zu kalkulieren sind.
Das neue Kinderhaus bietet Platz für vier Kindergarten- und drei Krippengruppen und enthält darüber hinaus eine gemeinsame Mensa mit der benachbarten Grundschule. Bis das Kinderhaus bezogen werden kann, werden die Schulkinder weiter in der Grundschule verpflegt. Das Projekt gilt als wichtiges Element im Kinderbetreuungsangebot der Stadt und sorgt dafür, ausreichend Betreuungsplätze für Familien zur Verfügung stellen zu können.