Veröffentlicht am 09.07.2026 14:05

Halbierte Kosten und wesentlich schneller

Innerhalb weniger Tage ist der Untergrund mit dem neuen Verfahren für das Asphaltieren des Verkehrsübungs-Platzes vorbereitet. (Foto: bro)
Innerhalb weniger Tage ist der Untergrund mit dem neuen Verfahren für das Asphaltieren des Verkehrsübungs-Platzes vorbereitet. (Foto: bro)
Innerhalb weniger Tage ist der Untergrund mit dem neuen Verfahren für das Asphaltieren des Verkehrsübungs-Platzes vorbereitet. (Foto: bro)
Innerhalb weniger Tage ist der Untergrund mit dem neuen Verfahren für das Asphaltieren des Verkehrsübungs-Platzes vorbereitet. (Foto: bro)
Innerhalb weniger Tage ist der Untergrund mit dem neuen Verfahren für das Asphaltieren des Verkehrsübungs-Platzes vorbereitet. (Foto: bro)

Die Stadt Freising baut auf dem Volksfestplatz in der Luitpoldanlage einen Verkehrsübungsplatz für Kindergarten- und Grundschulkinder. Auf einer Fläche von rund 50 auf 40 Meter entstehen einige kleine Straßen, eine Kreuzung, ein Kreisverkehr, ein Zebrastreifen, Kurven und Abbiegespuren. Weil der Platz neben dem Üben von Verkehrssituationen für Kinder auch als Fläche für das Volksfest oder Festivals wie Uferlos oder das Afrika-Fest dienen soll, muss er vor dem Asphaltieren stabilisiert werden. Dafür setzt die Stadt erstmals das „Panmax-Verfahren“ ein.

Alles wird sofort wieder verwendet

Beim Volksfest stehen auf dieser Fläche zum Teil schwere Fahrgeschäfte oder auch Zelte, die mit langen, dicken Erdnägeln oder Schwerlast-Dübeln tief im Boden verankert werden. Damit dies möglich ist, musste der zuvor weiche und lose Untergrund stabilisiert werden. Das Unternehmen Panmax aus Lengdorf hat ein spezielles Verfahren dafür entwickelt: „Die Besonderheit dabei ist, dass wir die obere Deckschicht komplett abfräsen, das Material aber nicht mit vielen Transporten auf die Deponie fahren, sondern alles sofort und komplett wieder verwenden“, erläutert Panmax-Chef Andreas Paulus. Das abgefräste Material wird mit Zement und einem speziellen Silizium-Polymeradditiv versetzt, dann sofort wieder aufgetragen und gewalzt. „Dadurch wird der Untergrund stabil, bleibt aber flexibel, was sich positiv auf die Lebensdauer der Teer- oder Asphaltschicht auswirkt.“ Durch den Wegfall vieler Transporte aufgrund der Verwendung des Fräsguts als wiederaufbereiteter Baustoff, das Ausbleiben hoher Entsorgungskosten und die wesentlich geringere Bauzeit werden enorme Kosten eingespart. „Wir rechnen hier in Freising mit einer Kosteneinsparung von 40 bis 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren. Und wir sind in ein paar Tagen fertig, dass man asphaltieren kann – sonst würde das viele Wochen dauern“, sagt Paulus. Nach dem Abfräsen haben die Panmax-Profis, allesamt aus Österreich, 400 Tonnen frischen Kies in die Fläche eingearbeitet, so labil war vorher der Untergrund. „Wir probieren das hier jetzt mal aus. Wenn es zutrifft, dass die wesentlich schneller und günstiger sind, trotzdem eine richtig gute Fläche hinbekommen, haben wir bestimmt noch einige Aufträge für Panmax“, sagt Philipp Kronseder vom Bauamt der Stadt Freising.

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