Mit einer gemütlichen Feier im Wirtshaus „Am Dorfbrunnen“ verabschiedete die Freiwillige Feuerwehr Ober- und Niederhummel am Montag, 5. Januar, das Jahr 2025. Zahlreiche aktive Feuerwehrleute und viele passive Mitgleiter des Fördervereins der ehrenamtlichen Feuerwehr hatten sich in der Gaststube versammelt, als der Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Kratzer, die Jahresabschlussfeier eröffnete.
Unter der zahlreichen Gästen waren Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer, Kreisbrand-meister Hans Neumair, der die Kreisbrandinspektion vertrat, etliche Gemeinderäte, Kratzers langjähriger Vorgänger, Martin Wildgruber und Christian Fuß, ein treuer Unterstützer in der Ausbildung, um nur einige zu nennen. Und, was besonders auffiel, eine große Anzahl von Jungfeuerwehrleuten. In seinem Jahresrückblick konnte Kratzer eine Vielzahl von Veranstaltungen in Erinnerung rufen, die der Förderverein für die aktiven und passiven Mitglieder 2025 angeboten hatte. Herausragend dabei waren das Lampionfest, die „Sautrogfahrt“ in Eitting, der Hoagart im November und die Christbaumversteigerung. Leider musste die Feuerwehr auch sechs Kameraden zu Grabe tragen.
Bürgermeisterin Susanne Hoyer, die „Chefin“ der ehrenamtlichen Feuerwehr, lobte in ihrem Grußwort die reibungslose Übergabe der Vereinsgeschäfte von Martin Wildgruber an Martin Kratzer. Sie habe sich sehr gefreut, versicherte Hoyer den in der Gaststube anwesenden Damen und Herren, „dass ich heute Abend wieder zur Feuerwehr darf!“ Insbesondere lobte die Bürgermeisterin die Feuerwehrjugend, die ordentlich Schwung in den Verein gebracht habe. Vor allem aber freute die scheidende Rathauschefin die große Zahl der jungen Leute, die sich derzeit auf den Einsatz vorbereiten. Dieses Engagement könne man „nicht genug loben!“ Das bedürfe der Belohnung! „Noch bin ich da, wenn etwas gebraucht wird”, so Hoyer.
Mit Entsetzen erinnerte Hoyer an das schreckliche Unglück in der Schweiz. Vor allem zeigte sie sich erschüttert darüber, dass die jungen Leute in der Bar fröhlich das Feuer gefilmt hätten, statt sich in Sicherheit zu bringen. Sie hätten offensichtlich „die Sensibilität für echte Gefahr nicht entwickeln dürfen.” Dies sei - und das freute die Bürgermeisterin wieder - bei den Jungfeuerwehrleuten in Hummel aufgrund ihrer Ausbildung ganz anders. Insgesamt brauche man jedoch wieder „mehr Realitätssinn” in der Jugend - eine Aufgabe, die die Älteren übernehmen sollten. Ein „Wegtriften vom echten Leben” müsse verhindert werden! „Bevor man filmt, sollte man erst mal schauen, wie kann ich dem anderen helfen”, verlangte Hoyer. Die Bürgermeisterin schloss mit einem großen Dank an die Hummler Wehr.
Auch Kreisbrandmeister Hans Neumair warnte vor einem Verhalten, wie man es in der Bar in Crans-Montana gesehen habe. Wie seine Vorrednerin lobte er aber auch die starke Jugendfeuerwehr in Hummel. Insgesamt sah er die gesamte Feuerwehr in Hummel „auf einem sehr guten Weg”. Denn: „Die Feuerwehr Ober- und Niederhummel ist bekannt im ganzen Landkreis!” Und deshalb: „Machts weiter so!”
Nach den Reden gab es ein schmackhaftes Gulasch mit Spätzle. Kratzer hatte anschließend schon zahlreiche Termine für 2026, was ihn aber vornehmlich plagte, das war eine „Stellenausschreibung”: gesucht wird ein fester Fähnrich! Und dann hatte er auch noch eine Ehrung auf dem Zettel: Angelika Schwaiger bekam einen donnernden Applaus, viele Dankesworte und einen Blumenstrauß. Sie hatte auf nicht weniger als 40 Feuerwehrhemden das Emblem der Hummler Wehr aufgenäht - und das völlig kostenlos.
Vor der abschließenden Tombola mit schönen Preisen zeigte Selina Hermann eine flotte Videoschau über die Ereignisse des Jahres 2025. Schwerpunkte waren Übungen, Einsätze, Veranstaltungen des Vereins und nicht zuletzt alles, was in der Jugendfeuerwehr so Thema war - was viele Lacher hervorrief.