Lärmschutz für Aßling

Die Aßlinger Parteien und Gruppierungen beschäftigen sich schon seit längerem intensiv mit den Folgen der Neubaustrecke für den Brenner-Nordzulauf. Die Belastung für die Region ist durch den Bau des Brenner-Nordzulaufs sowohl für Mensch als auch Natur enorm. Umso wichtiger ist die verantwortungsvolle Abwägung aller Alternativen um die Betroffenheit so gering wie möglich zu halten und dennoch die Verkehrsverlagerung auf die Schiene zu ermöglichen. Gemeinsames Ziel ist es dabei, die negativen Auswirkungen auf die Menschen, die Natur und die Landschaft zu minimieren und dafür Lösungen mit hohen Realisierungschancen vorzuschlagen. Entscheidend dafür sind u.a. die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Lärmschutz. Dabei zeigt sich eindeutig, dass durch den Brenner-Nordzulauf Lärmschutz für die Bestandsstrecke nach Neubaustandard möglich ist. Das Eisenbahn-Bundesamt ist gemäß §47e BImSchG dafür zuständig, nach Vorgaben der Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG) Lärmkarten für Schienenwege von Eisenbahnen des Bundes auszuarbeiten. Das bedeutet, dass der Zugverkehr auf der Infrastruktur der Deutschen Bahn AG erfasst wird, unabhängig davon wem die darauf verkehrenden Züge gehören. Auf Basis der Lärmkartierung wurden als Lärmschutzmaßnahmen für Aßling lediglich Schienenstegdämpfer entlang der Bestandsstrecke geplant. Diese Maßnahme wird aktuell bzw. wurde bereits durchgeführt. Weitere Lärmschutzmaßnahmen sind nicht vorgesehen.
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Mehr Grüne in Vaterstetten

Die Kommunalwahl, das Windkraft-Ratsbegehren und jetzt die Bundestagswahl mit anschließender Regierungsbeteiligung haben auch bei den Vaterstettener Grünen positive Spuren hinterlassen. Der Ortsverein wächst in den letzten Jahren rasant, seit Sommer 2019 hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt und beläuft sich jetzt auf 50. Besonders erfreulich ist dabei der Zuwachs durch junge Menschen, die politisch etwas bewegen wollen. Das jüngste, gerade erst im Oktober eingetretene Mitglied ist 15 Jahre jung. Mit 19 und 21 Jahren hat der Ortsverband mit Marina Ruoff und Felix Edelmann zwei Vertreter:innen im Gemeinderat, die die Gemeindepolitik durch etliche Anträge, Aktionen und Beiträge positiv bewegt haben und der Jugend eine Stimme geben. Der Altersdurchschnitt der Neuaufnahmen aus den letzten beiden Jahren liegt bei knapp 35 Jahren. Gerd Baldermann, Mitgliederbetreuer und Beisitzer im Ortsvorstand, freut sich: „Obwohl wir durch Umzug und andere Umstände auch einige Mitglieder in jüngster Vergangenheit verloren haben, setzt sich das Wachstum ungebrochen fort. Es macht Spaß zu sehen, wie viele Menschen politisch etwas bewegen wollen.” Sarah Onken, Vorsitzende des Ortsverbandes und Beisitzerin im Kreisverband, betont: „Es ist in unserer Zeit nicht selbstverständlich, für seine Überzeugungen auch politisch aktiv zu werden. Umso mehr freut es mich, dass gerade viele junge Leute die Grünen vor Ort unterstützen. Als zweitstärkste politische Kraft in Vaterstetten werden wir immer sichtbarer und freuen uns über den Zuspruch der Vaterstettener:innen, die sich mit uns gemeinsam für eine klima- und sozialgerechte Zukunft einsetzen.”
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Die Trasse Grün orientiert sich fast komplett an der Bestandsstrecke.  (Foto: VS)

Neue Variante wird geprüft

Aßling: Gut besucht war die Informationsveranstaltung der im Aßlinger Gemeinderat vertretenen Gruppierungen zum möglichen Ausbau der Bestandsstrecke. Andreas Brandmaier stellte dabei seinen Trassenvorschlag ausführlich vor. Auch zeigte er die Variante von Josef Schwäbl. Einleitend ging Andreas Brandmaier auf die Besonderheit des Trassenabschnittes Grafing – Ostermünchen als Brems- und Beschleunigungsbereich ein. Die Planungsvorgabe von 230 km/h sei deshalb nicht auf der Gesamtstrecke nötig, der Güterverkehr fährt ohnehin nur maximal 120 km/h und auch zukünftig werden nur wenige Personenfernverkehrszüge die Auslegungsgeschwindigkeit erreichen können. Alle Fernverkehrszüge die über den Rosenheimer Bahnhof fahren, müssen nämlich bei der Verknüpfungsstelle in Ostermünchen auf 130 km/h abbremsen. Auch würde die durch den Trassenverlauf an der Bestandsstrecke bedingte geringe Reduzierung der Geschwindigkeit nur wenige Sekunden ausmachen. Dennoch ist sein Trassenvorschlag sogar noch schneller als die Trasse Pink der DB. Im Vortrag stellte Brandmaier detailliert seine Planungsvariante vor und ging auch auf sensible Bereiche ein. So zeigte er, dass die Gleise im Bahnhof Aßling Platz haben ohne anliegende Wohngebäude zu gefährden. Besonders wichtig war Andreas Brandmaier der Hinweis: "Durch die Neubautrasse erhalten beim Trassenvorschlag Grün alle Gleise Schallschutz nach den höchsten Vorgaben." Die Grenzwerte müssen auch für die Anrainer in Hochreit erfüllt werden. Technisch gäbe es dafür unterschiedliche Möglichkeiten, favorisieren würde er aber, wie auch von Josef Schwäbl vorgeschlagen, die weitgehende Einhausung der Gleise im Aßlinger Bahnhofsbereich. Als Vorteil sieht er auch, dass viele der nötigen Flächen für den Ausbau bereits im Eigentum der DB seien. Für die Umfahrung des FFH-Gebietes Attelleite schlägt Brandmaier eine größere Abweichung von der Bestandstrasse vor um das FFH-Gebiet zu schützen und trotzdem die notwendige Beschleunigung der Strecke zu erreichen. Sein Fazit: "Durch eine geringe Reduzierung der Auslegungsgeschwindigkeit ist ein Ausbau der Bestandsstrecke möglich und der hohe Flächenverbrauch durch eine weitere landschaftszerschneidende Trasse kann vermieden werden ohne die sinnvolle Verkehrsverlagerung auf die Schiene zu gefährden". In der Fragerunde gab es viel Zustimmung zum Trassenvorschlag, aber auch einige kritische Stimmen von Anwohnern am Bahnhof. Insbesondere war hier die Forderung, dass sich die Lärmbelastung zukünftig erheblich reduzieren muss. Andreas Brandmaier: "Ziel sei es im ersten Schritt, dass die Ausbautrasse ins Auswahlverfahren der DB aufgenommen wird. Dann sei es im nächsten Schritt sehr wichtig, dass durch eine sensible Planung und unter Berücksichtigung der Anwohnerinteressen auch der Schallschutz an der Strecke erheblich verbessert wird". Abschließend fasste Ernst Sporer Fischbacher, 2. Bürgermeister der Gemeinde Aßling den Standpunkt des Gemeinderates zusammen: "Leider gibt es bei einem Infrastrukturprojekt dieser Größe immer Betroffenheiten. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist der Ausbauvorschlag an der Bestandsstrecke sinnvoll und die Aufnahme dieser Trasse ins Auswahlverfahren wichtig."
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Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume (r.) mit seinem Amtsvorgänger Bernd Sibler bei der symbolischen Schlüsselübergabe. (Foto: @StMWK/Axel König)

Die Zukunft Bayerns stärken

Wissenschafts-und Kunstminister Markus Blume hat anlässlich seines Amtsantritts in München die große Verantwortung betont, die das Ministerium für die Zukunft der Gesellschaft und die Weiterentwicklung Bayerns als Innovationsstandort hat. „Das Wissenschafts-und Kunstministerium ist ein Schlüsselministerium. Ein Ministerium, das Verantwortung für die Zukunft übernimmt. In diesem Haus läuft alles zusammen, was Bayern ausmacht. Es ist vielleicht das bayerischste Ministerium überhaupt, denn Tradition und Fortschritt, Heimat und Hightech, Bayern als Kulturstaat und als Fortschrittsland: All das ist in diesem Ressort vereint“, betonte er bei der Schlüsselübernahme von seinem Amtsvorgänger Bernd Sibler. Er bedankte sich bei Sibler für seine großen Leistungen für den Wissenschaftsstandort und Kulturstaat Bayern. „Innovationen sind für Bayern von größter Bedeutung. Sie sind der Schlüssel schlechthin, denn wir waren immer ein Land des Fortschritts. Das soll auch so bleiben. Deswegen bin ich sehr dankbar und freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Mit unseren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen gehe ich die Herausforderungen der Zukunft an – für ein sicheres, ein modernes, ein lebenswertes Bayern. Das will ich stärken und ausbauen“, so Blume. Bei seiner Amtsübernahme ging Blume auch auf seine Bedrückung angesichts der Lage in der Ukraine ein: „Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine. Dieser Angriff ist ein Angriff auf Europa. Völkerrecht ist nicht verhandelbar.“
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