Am Sonntag (28. Juni) kam es zu einem Großbrand im Recyclingbetrieb Wurzer. Nach ersten Erkenntnissen der Brandermittler der wurde das Feuer vermutlich durch einen falsch entsorgten und anschließend geschredderten Akku ausgelöst. Die Flammen breiteten sich trotz des schnellen Eingreifens einer Vielzahl von Feuerwehr- und Rettungskräften auf eine Lagerhalle sowie eine Förderanlage aus. Der dadurch entstandene Sachschaden wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Durch den Brand selbst wurden keine Personen verletzt.
Der Einsatz stellte die Feuerwehrkräfte vor außergewöhnliche Herausforderungen. Über mehrere Stunden mussten unter schwerem Atemschutz zahlreiche Trupps zur Brandbekämpfung eingesetzt werden, gleichzeitig waren mehrere hundert Meter Schlauchleitungen zu verlegen, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Die Löscharbeiten erfolgten bei Außentemperaturen von nahezu 40 Grad Celsius. Für die Einsatzkräfte bedeutete dies körperliche Schwerstarbeit. Neben der extremen Hitze durch die Sonneneinstrahlung kamen die Strahlungswärme des Brandes, heißer Brandrauch sowie die hohe körperliche Belastung durch die rund 25 Kilogramm schwere Schutzausrüstung hinzu. Jeder Atemschutzeinsatz fordert den Feuerwehrdienstleistenden Höchstleistungen ab und bringt sie unter solchen Bedingungen an ihre körperliche Belastungsgrenze. Deshalb mussten die Atemschutztrupps fortlaufend ausgewechselt werden, was den hohen Bedarf an alarmierten Feuerwehren erklärt.
Die Hitze und die physische Belastung forderte ihren Tribut: Mehrere Einsatzkräfte erlitten während des Einsatzes Kreislaufprobleme und kollabierten. Sie mussten medizinisch versorgt werden, mehrere Feuerwehrdienstleistende wurden vorsorglich zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Im Einsatz waren etliche Feuerwehren aus den Landkreisen Erding und Freising. Für die Erdinger war hierbei eine besondere Situation war der außerordentliche Einsatz der neuen, noch nicht offiziell im Einsatzdienst befindliche Drehleiter, um in ihrem Abschnitt den maximalen Löscherfolg zu erzielen.