Die Freisinger Stadtwerke haben dem Werkausschuss die Anpassung der Wasserpreise zum Beschluss vorgelegt. In Anlehnung an das Kommunalabgabengesetz werden die Preise in regelmäßigen Abständen unter Berücksichtigung der Einnahmen- und die Ausgabenseite neu kalkuliert. Die Nachkalkulation für die Jahre 2023 bis 2025 ergab eine kalkulatorische Unterdeckung von rund 256.000 Euro, teilten die Stadtwerke mit.
Die Anpassung der Preise erfolge nun auf Basis der Vorauskalkulation für 2026 bis 2029, wobei die Unterdeckung und der durchschnittliche Entgeltbedarf berücksichtigt wurden. Dabei wurde das zum 1. Juli 2026 in Bayern eingeführte Wasserentnahmeentgelt („Wassercent”) in Höhe von 10 Cent je entnommenem Kubikmeter Grundwasser berücksichtigt.
Die Erhöhung ist für den 1. September 2026 vorgesehen - sie wirkt sich gestaffelt auf die jährlichen Verbrauchskosten von 2026, 2027 und ab 2028 aus. Der Entgeltbedarf wird über den mengenabhängigen Arbeitspreis und den mengenunabhängigen Grundpreis gedeckt. Die monatlichen Grundpreise der Wasserzähler erhöhen sich abhängig von der Größe der Zähler. Beim gängigen Zähler im Einfamilienhaus steigt der Grundpreis von netto 6,80 Euro auf 7,90 Euro pro Monat. Der Arbeitspreis erhöht sich zum 1. September 2026 von netto 2,29 Euro pro Kubikmeter auf 2,53 Euro pro Kubikmeter.
Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern und bisherigen Kosten von 454,86 Euro brutto steigen die Gesamtkosten pro Kalenderjahr in 2026 um 3,8 Prozent auf 472,04 Euro, geben die Freisinger Stadtwerke an. Im Kalenderjahr 2027 steigen die Kosten um 7,3 Prozent auf 506,40 Euro. In Mehrparteienhäusern verteilt sich der Grundpreis auf mehrere Haushalte, wodurch die Erhöhung für den Einzelnen geringer ausfällt.