Die gute Fee im Hintergrund

Das gemütliche Familientreffen läuft aus dem Ruder. (Foto: Bühne Moosburg)
Das gemütliche Familientreffen läuft aus dem Ruder. (Foto: Bühne Moosburg)

Eine wichtige Rolle spielt auch heuer wieder die Regieassistenz bei der Bühne Moosburg in ihrem Stück „Der Vorname“ nach dem gleichnamigen Stück von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte.

Jana Brückner übernimmt in der Wiederaufnahme von 2020 diese Aufgabe. Vom Probenplan über „Nervennahrung“ für die Schauspieler bis zu Notizen zum Bewegungsablauf der jeweiligen Szene ist – alles Aufgabe der Regieassistenz. Natürlich auch Auskunft auf die Frage, wie die Szene beim letzten Mal gespielt wurde. Genauso das Aufsperren der Halle oder das Nachtelefonieren, wenn Spieler unentschuldigt fehlen.

Viele unterschiedliche Aufgaben, die sich so zusammenfassen lassen: Thomas J. Heim, der erneut Regie führt, den Rücken frei halten, dass er sich auf das Erarbeiten der Szenen konzentrieren kann. Unsichtbar laufen bei Jana Brückner alle Fäden zusammen, ohne dass sie im Vordergrund stehen würde. Zugleich ist die Regieassistenz auch enge Vertraute als erste Anlaufstelle für Regisseur oder Spieler.

Langsam gehen die Proben in die heiße Phase, denn am 10. März ist Seniorenaufführung, einen Tag später Premiere in der Schäfflerhalle am Viehmarktplatz. Weitere Aufführungstermine sind 12., 18., 19., 25. und 26. März, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein gemütlicher Abend soll es werden in der Wohnung des Literaturprofessors Pierre Garaud (Jürgen Radius) und seiner Frau Elisabeth (Elfriede Stettmeier). Nur Freunde und Familie sind zu Gast: Elisabeths Bruder Vincent (Alexander Vitzthum) mit seiner schwangeren Frau Anna (Barbara Hämmerl), dazu Claude Gatignol (Rolf Jenzig), Posaunist im Rundfunkorchester und Freund seit Kindertagen. Für Vincent ist die Runde zu friedlich. Um für "Stimmung" zu sorgen, enthüllt er den fassungslosen Freunden den geplanten Vornamen seines ungeborenen Sohnes: Adolph. Die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur eine der hitzigen Diskussionen des Abends, aber sie führt dazu, dass das Familientreffen plötzlich aus dem Ruder läuft.

Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie treiben eine Handlung voran, die bei aller Komik manchen Blick in die Abgründe der Figuren erlaubt. 2018 verfilmte Sönke Wörtmann die französische Komödie.

Karten gibt es online unter www.get-your-ticket.de, bei Schreibwaren Bengl in der Herrnstraße oder an der Abendkasse. Der Applaus gilt dann auch der Regieassistenz, denn ihr koordinierendes Arbeiten hat nicht unwesentlichen Anteil am Zustandekommen der Produktion...