Die Suche ist beendet, der archäologische Verein Freising bekommt neue Räumlichkeiten. Seitdem der Verein die Fläche oberhalb des Marstalls im Landratsamt Freising wegen Sanierungsarbeiten hatte räumen müssen, suchten die Verantwortlichen von Landratsamt und Verein eine Lösung. Jetzt ist sie gefunden: Das südliche Obergeschoss des ehemaligen Stabsgebäudes wird zum neuen Standort des Vereins, dessen Tätigkeiten mit den Aufgaben der Kreisarchäologie unter der Leitung von Delia Hurka eng verzahnt sind. Landrat Helmut Petz freut sich: „Mir fällt ein Stein vom Herzen – endlich kann ich mein Versprechen einlösen und dem archäologischen Verein Freising passende Räume für seine Arbeit zur Verfügung stellen.” Bei einer Besichtigung der Räume sprachen die Vertreter des Sachgebiets Hochbau im Landratsamt und Vereinsvertreter über die noch notwendigen Maßnahmen. Die Jahre, in denen die Räume nicht genutzt wurden, haben den Wänden und Böden sichtlich zugesetzt. „Da müssen wir den Maler schon vorher durchschicken”, sagte Ingrid Abend, Leiterin des Sachgebiets Hochbau, scherzhaft. Arbeitsräume, mehrere Ausstellungsräume, Bereiche für Veranstaltungen, ein Buchlager und die Bibliothek des Vereins waren in dem früheren Areal über dem Marstall untergebracht. Gleich nach dem Auszug sollten diese ins Stabsgebäude verlagert werden. Doch die steigende Zahl an Flüchtlingen machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Nun aber steht fest, dass die Archäologen dort unterkommen werden. „Archäologie trifft Kultur”: Unter diesem Motto plant der Verein in dem großen Saal im südlichen Obergeschoss eine Dauerausstellung, in der ein Großteil der Exponate zu sehen ist. Außerdem schwebt den Verantwortlichen vor, in diesem Raum die Vortragsreihe fortzusetzen, die Verein und Kreisarchäologie schon seit einiger Zeit anbieten, oder Vorführungen für Schulklassen oder andere Gruppen zu organisieren.