Nach drei Jahren läuft die erste Arbeitsperiode des Betroffenenbeirates der Erzdiözese München und Freising zum 31. März ab. Um auch weiterhin eine Beteiligung der Opfer von sexuellem Missbrauch und von Gewalt zu gewährleisten, ruft die Erzdiözese Betroffene erneut zur Mitwirkung im Betroffenenbeirat auf.
Aufgabe des Betroffenenbeirats ist die kritische Begleitung des Umgangs mit Fragen der sexualisierten Gewalt sowohl hinsichtlich der Aufarbeitung von Missbrauch in der Diözese, der Präventionsmaßnahmen als auch des Einschreitens aus Sicht der Betroffenen.
Betroffene, die bereit sind, im Betroffenenbeirat mitzuwirken, werden gebeten, sich auf der Homepage der Erzidiözese unter www.erzbistum-muenchen.de/Ausschreibung-Betroffenenbeirat zu informieren und mit der Stabsstelle Beratung und Seelsorge für Betroffene von Missbrauch und Gewalt in der Erzdiözese München und Freising in Verbindung zu setzen. Hier erhalten sie nähere Informationen über die Arbeit des Betroffenenbeirats sowie das Auswahlverfahren zur Mitarbeit in diesem Gremium.
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, ermutigt Betroffene aus dem Zuständigkeitsbereich der Erzdiözese zur Mitwirkung im Betroffenenbeirat. „Wir hoffen sehr, dass auch weiterhin Betroffene bereit sind, hier mitzuarbeiten. Uns ist wichtig, im Dialog mit ihnen unsere Bemühungen in diesem Bereich voranzutreiben. Diese Ausrichtung auf die Betroffenen ist etwas, was ich persönlich und wir als Kirche in den vergangenen Jahren lernen mussten und woran wir weiterarbeiten müssen. Es geht darum, unsere Verantwortung anzunehmen und uns der Wahrheit zu stellen. Das gelingt, indem wir zuhören: Jemandem wirklich zuzuhören, das bedeutet auch, auf ihn zu hören und seine Impulse und Anliegen anzunehmen.“