Veröffentlicht am 01.06.2026 14:46

Viertes Open Stage erneut ein großer Erfolg

Open Stage-Organisator und Musiker „Kellerbua” (l.) mit den Jungs von „Green Exit”. (Foto: bro)
Open Stage-Organisator und Musiker „Kellerbua” (l.) mit den Jungs von „Green Exit”. (Foto: bro)
Open Stage-Organisator und Musiker „Kellerbua” (l.) mit den Jungs von „Green Exit”. (Foto: bro)
Open Stage-Organisator und Musiker „Kellerbua” (l.) mit den Jungs von „Green Exit”. (Foto: bro)
Open Stage-Organisator und Musiker „Kellerbua” (l.) mit den Jungs von „Green Exit”. (Foto: bro)

Zum vierten Mal organisierte Musiker und Moderator Alex Werner alias Kellerbua in den Räumen der vhs das Open Stage. Acht Künstler aus ganz Bayern mit einer großen Bandbreite traten jeder 15 Minuten auf und begeisterten die gut 80 Besucher restlos. Das Angebot der Musiker und Kabarettisten wird in der Stadt sehr gut angenommen, die nächste Open Stage findet am 17. Oktober statt, schon jetzt hat Alex einige Anfragen.

Kellerbua, Green Exit und Lisa Fitzek

Der „Kellerbua“ selbst eröffnete den Abend mit seiner Gitarre und fröhlichen Mitsing-Songs – natürlich alles urbairisch – vom Sommer über ein Liebeslied bis hin zu „schönsten Kellnerin Marie“, denn „a jeder lod sie ei und a jeder hot sie gern“. Zwei Stücke noch gemeinsam mit Basti und Nico von „Green Exit“, ehe diese mit ihrem Celtic und Irish Folk loslegten: Gitarre, Dudelsack und die typisch irische Blechflöte: langsame, stimmungsvolle Lieder aus Irland, Wales und Schottland, aber auch schnelle Mitklatsch-Lieder. Ein Höhepunkt die irische Version von „Drunt in der greena Au“. Lisa Fitzek ist Sängerin und Song-Writerin, ihre eindrucksvolle Stimme erinnert enorm an Tracy Chapman. Ihre eigenen Lieder stammen aus Irland, wovon sie ein großer Fan ist, ihrer Wahlheimat Bretagne, wo sie einige Jahre lebte, und ihrem aktuellen Lieblingsort Freising. Daher singt sie zu ihrem tollen Gitarrenspiel abwechselnd melancholisch, stimmungsvoll und sehnsüchtig auf Englisch, Französisch und Deutsch. „Dahoam“ ist ein ganz starkes Stück über ihre bairische Heimat.

Rike Wagner, Funkenflug und Conny Berger

Rike Wagner stammt aus der Nähe von Passau und nimmt in ihrem Kabarett-Programm wirklich kein Blatt vor den Mund. Eine Viertel Stunde lang zog sie vom Leder, wie sie als derbe Bedienung in einem Dorf-Gasthaus arbeitet und jedem Gast eindrucksvoll zeigte, „dass bei uns nicht nur die Gäste, sondern auch das Klopapier und die Bedienung g’scheit kratzig sind.“ Sie bezeichnet sich selbst als die „rothaarige Hexe – mit mir willst du dich nicht anlegen“. Das Publikum war begeistert. Ebenso über die fünfköpfige Folk-Pop-Band Funkenflug, mit Geige, Kontrabass und mehrstimmigem Gesang heizte sie dem Publikum ein. Die Münchner Liedermacherin Conny Berger war zum zweiten Mal mit dabei, sie erinnert stark an Martina Schwarzmann, ihre Lieder gingen vom Pimmelsong über die Blumenwiese bis zu „Mei Ruah“. Maksim hatte noch Rap im Angebot und „Striezi“, der sich selbst als „bayerischen Kulturgutdealer“ bezeichnet, begeisterte mit Gstanzl, Dialekt und Tradition. Er brachte Humor, Schmäh mit Beat und ein bisschen Wahnsinn mit Haltung.
„Wir haben hier keinen Wettbewerb, jeder darf eine Viertelstunde – dann geht der Hut rum und der Applaus ist der Lohn für alle“, sagt Organisator Alex. Weil das Publikum begeistert war, füllte sich der Hut recht gut.

north