Hier stehen Klima- und Umweltschutz weit oben auf der Agenda: Kürzlich wurden 19 bayerische „Klimaschulen“ mit Gold und Silber für ihren besonderen Einsatz zertifiziert, darunter das Anne-Frank-Gymnasium aus Erding. Die Auszeichnungsfeier fand in diesem Jahr im Literaturhaus in München statt.
Kultusministerin Anna Stolz gratulierte im Vorfeld allen Preisträgerschulen. „Herzlichen Glückwunsch zum Zertifikat ‚Klimaschule Bayern‘! Die prämierten Schulen beweisen eindrucksvoll, wie Bildung und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Hier wird echter Teamgeist gelebt und man spürt die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen. Unsere Klimaschulen zeigen ein starkes Bewusstsein im Umgang mit Ressourcen, beweisen Kreativität und haben den Mut, einfach mal neue Wege zu gehen. Ein großes Dankeschön geht hier an die gesamte Schulfamilie, die diese innovativen Ideen so kraftvoll mit Leben füllt”, so die Kultusministerin.
„Klimaschutz ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam gelingt. Unsere Klimaschulen in Bayern gehen mit ihren innovativen Ideen mit bestem Beispiel voran und sind echte Leuchtturmprojekte. Sie zeigen, wie Nachhaltigkeit im Schulalltag funktionieren kann und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung. An unseren Klimaschulen wird Verantwortung gelebt und die Zukunft von morgen gestaltet. Ich danke allen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften für ihr herausragendes Engagement”, betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber anlässlich des Termins. Die Auszeichnung wurde von Ministerialdirektor Thomas Marzahn übergeben.
Insgesamt wurden in diesem Jahr 64 Schulen als „Klimaschulen” zertifiziert. Die übrigen Schulen werden im Rahmen von regionalen Veranstaltungen in Landshut und Bayreuth geehrt. Mit dem Sonderpreis des Umweltministers wurden insgesamt fünf Projekte ausgezeichnet.
Das Kultus- und Umweltministerium haben im Jahr 2022 das Projekt „Klimaschule Bayern“ ins Leben gerufen, an dem alle bayerischen Schulen teilnehmen können. Um die begehrte Zertifizierung als Klimaschulezu erhalten, muss die Schulgemeinschaft auf Grundlage eines schulspezifischen CO2-Fußabdrucks einen individuellen Klimaschutzplan erstellen und Projekte aus mindestens zwei von acht Handlungsfeldern (Abfall, Einkauf, Ernährung, Kommunikation und Vernetzung, Kohlenstoffbindung, Mobilität, Strom, Wärme) durchführen. Je nach erfüllten Handlungsfeldern der Schule wird das Gütesiegel „Klimaschule“ in den Kategorien Bronze, Silber oder Gold vergeben. Bisher haben sich bereits mehr als 300 Schulen aus ganz Bayern zum Programm „Klimaschule Bayern“ angemeldet. Für den Sonderpreis des Umweltministers können sich bayernweit alle ausgezeichneten Klimaschulen mit einem außergewöhnlichen Klimaschutz- oder Klimaanpassungs-Projekt bewerben. Weitere Infos gibt es unter www.klimaschule.bayern.de.