Viele Freisinger steigen im Sommer noch öfter aufs Fahrrad um. Das Rad ist laut Mobilitätskonzept der Stadt Freising das am meisten genutzte Verkehrsmittel für den innerstädtischen Verkehr. „Kein Wunder, dass man überall im Stadtgebiet gefühlt einige hundert Radfahrer sieht“, sagt Dominik Fuchs, Mobilitätsbeauftragter der Stadt Freising. „Aber natürlich stellt sich gerade für eine fundierte Stadt- und Verkehrsplanung die Frage, wie viele es eigentlich genau sind.“
Während für den Kfz-Verkehr bereits einige Dauerzählstellen in den Einfahrtsstraßen im Stadtgebiet betrieben werden (Isar-, Münchner, Landshuter Straße), die zu einer fundierten Datengrundlage für die Verkehrsplanung beitragen, werden Radfahrer derzeit mit Verkehrszählungen immer nur punktuell an den jeweiligen Zähltagen erfasst.
Für eine Stadt, die den Radverkehr ausdrücklich weiter fördern will, sind genau diese Daten spannend: Welchen Einfluss hat die Witterung? Zu welchen Zeiten sind die meisten Menschen mit dem Rad unterwegs? Wie verteilen sich die Verkehrsmengen über den Tag und über die Jahreszeiten?
Aufschluss geben soll über einen längeren Zeitraum eine Fahrradzählstation, die jetzt eingerichtet wurde. Durch in die Fahrbahn eingelassene Induktionsschleifen erkennt das Gerät, wann Radler die Station passiert haben. Als Standort wurde die Korbinianbrücke ausgewählt, da hier über den Tag eine Vielzahl an Radfahrern zwischen Lerchenfeld und Innenstadt verkehren. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, Planungen der Stadtverwaltung, etwa für die Unterführung am ehemaligen Bahnposten 15 (Heiliggeistgasse) durch valide Daten zu unterstützen.
Die Ergebnisse stehen öffentlich einsehbar zur Verfügung. Im Bereich der Zählstelle ist ein Schild mit QR-Code aufgebracht, der zu einer Internetseite mit den aktuellen Daten führt. Dieser Link erscheint auch auf www.freising.de unter „Leben & Wohnen“ bei der Rubrik „Mobilität & Verkehrswende“ im Reiter „Radverkehr“.