Bundespolizisten zogen am Airport einen 42-jährigen Münchner und gebürtigen Marokkaner aus dem Verkehr, der sowohl mit einem offenen Haftbefehl bedacht, als auch mit einem gefälschten, von ihm selbst ausgestellten Impfpass unterwegs war. Der Mann war am Donnerstag, 20. Januar, aus seinem Geburtsland zurückgekommen.
Der Reisende war zur Festnahme ausgeschrieben, nachdem er eine Strafe wegen Erschleichens von Leistungen nicht bezahlt hatte. Also hieß es für den Wahl-Münchner erst einmal, auf zur Wache der Bundespolizei.
Dort wurde sehr schnell klar, dass der säumige Zahler Hilfe beim Begleichen seiner Justizschulden brauchte, wofür schließlich ein Onkel einspringen und die geforderten 386 Euro bei den Bundespolizisten hinterlegen musste.
Die Zeit, bis finanzielle Unterstützung eintraf, nutzten die Beamten und überprüften neben anderen Dokumenten auch das Impfbuch. Im gelben Büchlein sollten die Ermittler fündig werden. Die Eintragungen, die Impfungen gegen Corona nachweisen sollten, kamen den Polizisten verdächtig vor.
Auf Nachfrage klärte sich am Impfzentrum in München schnell auf, dass der Impfstoff mit den eingetragenen Chargennummern nie verimpft worden war und schon gar nicht an den betreffenden Herrn. Mit diesen Informationen konfrontiert, zeigte sich der Ertappte geständig und reumütig. Er sei bereit, sich impfen zu lassen und zu bezahlen,was komme.
Trotz aller Reue mussten die Beamten den Impfbuchfälscher wegen des Verdachts der Urkundenfälschung anzeigen und ihm das Corpus Delicti abnehmen, bevor er seinen Onkel nach Hause begleiten durfte.