So einen Spezialeinsatz gibt es auch nicht alle Tage: Am Montagmorgen, 15. November, wurde die Moosburger Feuerwehr zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen, weil ein junges Reh in einem Gitterzaun stecken geblieben war.
Um 08.48 Uhr meldete die Integrierte Leitstelle Erding einen Tiernotfall in der Feuerdornstraße. Dort stellte sich heraus, dass sich ein Rehkitz in einem schmiedeeisernen Zaun verkeilt hatte. Das verängstigte Jungtier wollte augenscheinlich durch einen Zaun durchschlüpfen, jedoch blieb es dabei stecken und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Um das Reh nicht noch weiter zu verletzen, hielten es die Einsatzkräfte behutsam mit einer Decke fest. Bolzenschneider oder Säge wurden zur Befreiung aufgrund der massiven Bauweise des Zauns ausgeschlossen. So bedurfte es schweren technischen Geräts, das sonst nur für eingeklemmte Personen bei schweren Verkehrsunfällen verwendet wird. Mithilfe eines hydraulischen Spreizers konnten die Zaunpfosten etwas ausgeweitet werden, wodurch das Jungtier mit wenig Aufwand aus der misslichen Lage befreit war. Das Reh wollte natürlich schnell wieder flüchten, doch nahmen es die Einsatzkräfte in Augenschein und stellten zum Glück keine offensichtlichen Verletzungen fest. Das agile Jungtier wurde daraufhin wieder in die Freiheit entlassen.
Obwohl sich das Tier bei den elf Einsatzkräften nicht bedankt hat, ist davon auszugehen, dass es trotzdem froh über die schnelle Rettung war.