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Veröffentlicht am 09.09.2026 14:05

Suizid ist meist ein Ausdruck großer Not, nicht einer freien Entscheidung. Hier gibt es Hilfe.

Nationales Suizidpräventionsprogramm (Grafik: Nationales Suizidpräventionsprogramm)
Nationales Suizidpräventionsprogramm (Grafik: Nationales Suizidpräventionsprogramm)
Nationales Suizidpräventionsprogramm (Grafik: Nationales Suizidpräventionsprogramm)
Nationales Suizidpräventionsprogramm (Grafik: Nationales Suizidpräventionsprogramm)
Nationales Suizidpräventionsprogramm (Grafik: Nationales Suizidpräventionsprogramm)

In Deutschland nimmt sich alle 51 Minuten ein Mensch das Leben. Allein im Jahr 2024 starben 10.372 Menschen durch einen Suizid, mehr als durch Verkehrsunfälle, Gewaltverbrechen, illegale Drogen und AIDS zusammen. Das sind Zahlen, die erschrecken und dennoch selten thematisiert werden. Am 10. September, dem Welttag der Suizidprävention, richtet sich der Blick auf eine stille Krise, die alle Altersgruppen und sozialen Schichten betrifft. Fachleute sind sich dabei einig: ein großer Teil dieser Todesfälle ist vermeidbar.

Betroffene fühlen sich oft allein

Über lange Zeit galt Suizid als Tabuthema, aber das Schweigen hat Folgen. Betroffene fühlen sich oft allein und in der Allgemeinbevölkerung fehlt Wissen über Warnsignale und Hilfsangebote.
Suizidalität entsteht in der Regel nicht plötzlich, sondern geht mit einer langen Phase des Leidens einher. Besonders gefährdet sind dabei Menschen mit psychischen Erkrankungen oder früheren Suizidversuchen, ebenso ältere, einsame Menschen mit schweren Erkrankungen sowie junge Erwachsene in Lebens- und Beziehungskrisen. Auffällig ist zudem eine geschlechtsspezifische Verteilung, denn rund 70 Prozent der Suizidtoten sind Männer. 

Anzeichen erkennen und ernst nehmen

Viele Betroffene senden im Vorfeld Warnsignale, etwa durch sozialen Rückzug, deutliche Verhaltensänderungen oder offene und indirekte Äußerungen suizidaler Gedanken. Diese Anzeichen zu erkennen und ernst zu nehmen, gilt als zentraler Bestandteil wirksamer Suizidprävention. Fachleute betonen, dass das Ansprechen suizidaler Gedanken das Risiko nicht erhöht, sondern häufig entlastend wirkt. Dabei ist es wichtig, dass Angehörige aus ihrer eigenen Wahrnehmung heraus sprechen und konkrete Hilfsangebote aufzeigen. 

Hilfe zugänglich machen

Prävention bedeutet, hinzuschauen, zuzuhören und Hilfe zugänglich zu machen. Suizid ist meist ein Ausdruck großer Not, und nicht einer freien Entscheidung. Der Welttag der Suizidprävention erinnert daran, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steht, mit einer Geschichte, die weitergehen kann. 

Hier finden Sie Hilfe

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Hier finden Sie – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen:
https://kampagne.welttag-suizidpraevention.de
oder https://www.dgs-suizidpraevention.de/betroffene-und-angehoerige/#hilfefinder.

    Nationales Suizidpräventionsprogramm (Grafik: Nationales Suizidpräventionsprogramm)

    Reden rettet Leben

    Ein Experte erklärt, warum über Suizid gesprochen werden muss, welche Mythen gefährlich sind und welche Unterstützung wirklich hilft.
    09.09.2026 14:33 Uhr
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