Im vergangenen Jahr haben 577 Auszubildende in Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Freising eine duale Berufsausbildung begonnen. Das entspricht einem Minus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilt die IHK für München und Oberbayern mit. 439 der Neuverträge wurden in kaufmännischen Berufen abgeschlossen, 138 in gewerblich-technischen. Der Ausbildungsmarkt hat sich trotz Coronakrise als robust und aufnahmefähig erwiesen. Laut Zahlen der Arbeitsagentur vom September 2020 blieben rund 222 Lehrstellen im Landkreis unbesetzt.
Otto Heinz, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising und IHK-Vizepräsident, betont: „Viele Betriebe wollen ausbilden, weil sie auf die Zukunft setzen und dafür benötigen sie dringend Fachkräftenachwuchs. Leider hat die Pandemie nahezu alle Maßnahmen zur Berufsorientierung für Schüler zum Erliegen gebracht. Auch die wichtige Bewerbungsphase im Frühjahr hat darunter gelitten. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und persönliche Bewerbungsgespräche konnten nicht stattfinden. Doch trotz aller Unsicherheiten, die die Krise bis heute verursacht, setzen unsere Unternehmen auf engagierte und top ausgebildete Fachkräfte. Sie denken nach vorn. Jeder Azubi ist für sie ein Gewinn."