Langenbach hat einen Maibaumverein! Er wurde am Sonntag, 11. Januar, in einer Gründungsversammlung von nicht weniger als 55 Personen, die sich in die Mitgliederliste eingetragen hatten, aus der Taufe gehoben. Die Vorstandswahl ging zügig über die Bühne, die Satzung wurde mit einer kleinen Änderung angenommen. Seinen ersten Maibaum wird der Verein im Jahr 2027 aufstellen. Eine Anerkennung als eingetragener Verein wird angestrebt. Das Frühstückszimmer im „Gasthof zum Alten Wirt“ war überfüllt, als Alexander Günzel und Thomas Neuner die rund 80 Personen begrüßten, die zur Gründungsversammlung gekommen waren. „Mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet“, freute sich das Duo – ein fantastischer Auftakt für den neuen Verein. Unter den Maibaumfans waren neben Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer zahlreiche Gemeinderatsmitglieder, Anwärter auf das zum 1. Mai frei werdende Amt des Bürgermeisters, Vereinsvorstände aus Hummel und Langenbach, sowie „Bekannte, Freude und Familie“, wie es Günzel ausdrückte.
Die Beweggründe, in Langenbach einen Maibaumverein zu gründen, seien für ihn gewesen, dass in Langenbach zwar ein Maibaum stehe, „aba des is a oida Maibam!“, und dass es kein Fest um den Maibaum herum gebe. „Des is mia obganga!“, erklärte Günzel. So ein Fest sei ein Fest „für Jung und Alt“, am „schönsten Platz im Dorf, direkt vor der Wirtschaft.“ Es schaffe ein „Wir-Gefühl“. Schon beim Herrichten des Maibaums lerne man sich richtig kennen. Und wenn es so etwas nicht mehr gebe, „dann feid wos!“ Außerdem gehe es um Tradition. Also: Ein Maibaumverein musste her. Im weiteren Verlauf der Gründungsversammlung schilderte Günzel die „Zeitschiene“, auf der sich der zu gründende Verein von der Idee im Frühsommer 2025 bis zur Gründungsversammlung entwickelt hatte. Ein Meilenstein war dabei die Infoveranstaltung Mitte 2025 mit den Vereinen. „Do hamma positives Feedback von olle griagt.“ Mithilfe des Maibaumaufstellvereins in Hummel habe man bis Dezember 2025 eine Satzung entwickelt, die nun zur Abstimmung vorgelegt wurde. Man durfte sehr viel Unterstützung erleben, lobte Günzel, „de Leid san auf uns zuakemma“, etwa mit dem Angebot einen Platz zum Herrichten des Baumes bereitzustellen oder das Vereinslogo zu entwickeln.
Die anschließende lebhafte Diskussion befasste sich mit der Aufnahme von Jugendlichen in den Verein oder auch mit der Art der künftigen Maibaumfeier. Unbestritten aber stand fest: Der Verein sollte gegründet werden und „Maibaumverein Langenbach“ heißen. Um das „e.V.“ werden sich die Verantwortlichen bemühen. Die Satzung wurde anschließend nach längerer Diskussion einstimmig angenommen – mit der Änderung, dass doch auch Jugendliche Mitglieder werden und sogar als Beisitzer fungieren können. Der Mitgliedsbeitrag ist auf 15 Euro pro Jahr festgelegt.
Abschließend zeigte Bürgermeisterin Susanne Hoyer ihre große Freude über die Vereinsgründung, verbunden mit dem Versprechen: „Der erste Baum, das ist meine Spende an den Verein.“ Sie werde auch nach der Kommunalwahl am 8. März 2026 in Langenbach wohnen bleiben, erklärte Hoyer – „und bei der ersten Veranstaltung des Vereins bin i do!“